"Die bäuerliche Landwirtschaft erhalten!"

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MdB Harald Ebner beim Vortrag in Bernau mit OV-Sprecher Sepp Genghammer.

Bernau - Auf Einladung der Bernauer Grünen hielt der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner einen Vortrag. Er fordert eine bessere Unterstützung der bäuerlichen Landwirtschaft.

"Die CSU sagt in Bayern etwas anderes, als sie als Mitglied der Bundesregierung dann in Europa vertritt!" Das war der Tenor eines Vortrags, den der Bundestagsabgeordnete Harald Ebner auf Einladung der Bernauer GRÜNEN hielt.

In der EU-Agrarpolitik würden Großbetriebe bevorzugt, die Zuschüsse für unsere bäuerlichen Höfe gekürzt und neue Zulassungen von gentechnisch veränderten Mais- und Rapssorten für die Zeit nach den Wahlen vorbereitet. Zum Beweis las der OV-Sprecher der Bernauer GRÜNEN, Sepp Genghammer, aus einem Artikel vor, den die Chiemgau-Zeitung über die Rede des Bayerischen Landwirtschaftsministers Brunner (CSU) in Tuntenhausen vor kurzem gebracht hatte. Der verlangte dort “eine flächendeckende Landwirtschaft in bäuerlicher Hand, die möglichst ressourcenschonend arbeitet, Tiere artgerecht hält....”. MdB Ebner, Dipl.-Agraringenieur, Mitglied im Ausschuß für Landwirtschaft, stellte dem die Handlungsweise von Bundes-Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner bei den EU-Verhandlungen gegenüber.

So habe sie sich bei den Verhandlungen über die zweite Säule der EU-Agrarförderung die weitere Bevorzugung von Großbetrieben, industreller Landwirtschaft und Groß-Verarbeitern auf Kosten der bäuerlichen Betriebe zugelassen, obwohl ein deutsches Veto das leicht hätte verhindern können. 10% der Betriebe bekommen über 50% der Zuschüsse. Pflege der Kulturlandschaft, Schonung von Ressourcen und Natur durch ökologisch sinnvolle Wirtschaftsweise, artgerechter Umgang mit den Tieren etc würden immer noch kaum honoriert. Das aber sind unsere Lebensgrundlagen, von denen 90 % der Bevölkerung meinen, daß ihr Schutz den Bauern honoriert werden müßte. Die Bauern würden mit dieser Politik in einen dauernden Zwang des Wachsen-Müssens getrieben, um überleben zu können.

So lange die Höfe immer noch mehr und mehr Milch produzieren müssen, wird aber immer noch mehr Gen-Futter aus Südamerika mit all seinen Folgen für die dortige Bevölkerung eingeführt, der Boden immer noch mehr durch Mais-Monokulturen ausgelaugt und mit Pestiziden vergiftet. Die mit Aigners Zustimmung praktizierte EU-Agrarpolitik ziele eben nicht auf Förderung der bäuerlichen Landwirtschaft, nicht auf Qualität und Naturschonung, sondern nur auf maximalen Profit für die Agrar-Industrie, -Verarbeiter und -Handel. Und auf den subventionierten Export, der dann die funktionierenden landwirtschafrlichen Strukturen in den Abnehmerländern z.B. in Afrika auch noch zerstöre.

Laut Ebner hätten sich DIE GRÜNEN schon jahrelang für die Milch-Quote und jetzt für die Förderung freiwillger Mengenbegrenzungen und regionaler Vermarktung eingesetzt, um endlich einen fairen Preis für die Bauern bei stimmiger Qualität für Verbraucher und Natur zu gewährleisten.

Pressemeldung Bündnis'90/DIE GRÜNEN, OV Bernau

Quelle: rosenheim24.de

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