"Burger King" vor der planerischen Vollendung

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Bernau - Der Kreisel ist gebaut, jetzt wird es Zeit für das nächste Projekt: Die Planungen für den neuen "Burger King" sind kurz vor der Vollendung.

Es bleibt dabei: An zwei Fahnenmasten darf der Betreiber des neuen Schnellrestaurants "Burger King" an der Autobahn sein Angebot bewerben. Eine zusätzliche dritte Vorrichtung hat der Gemeinderat mit 10:7-Stimmen abgelehnt.

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Das "Fast-Food"-Restaurant steht bereits an der Theodor-Sanne-Straße in der Nähe der Ausfahrt Bernau der A8 München-Salzburg. Demnächst öffnet der "Burger King" seine Tore. In kurzer Zeit hat der Investor - Klaus Satra aus Bad Reichenhall - den Bau hochgezogen. Und während er auf der Baustelle in den Endspurt ging, richtete er seine Aufmerksamkeit auch auf eine Einzelheit: auf die Werbung.

Wenn's um die Vermarktung des Angebots geht, erhalten die Betriebe oft die Unterstützung der Kommune - oft, aber nicht immer. Im vorliegenden Fall aber befürwortete der Gemeinderat den Antrag mit knapper Mehrheit nicht. Das Gremium pochte auf die Einhaltung der Festsetzungen im Bebauungsplan, der zwei Fahnenmasten zu Werbezwecken vorsieht, nicht aber drei.

Einen Teilerfolg konnte der Investor dann aber doch einfahren. Beantragt hatte er auch einen zusätzlichen "Informationspylon" am "Drive-In". Und für diesen Masten mit Speiseplan für die Autofahrer, die unmittelbar bis zum Restaurant fahren, nicht aussteigen und ihr Essen dann aus der Küche über ein Fenster entgegennehmen, gab der Gemeinderat grünes Licht. Die Entscheidung war mit 9:8 erneut sehr knapp, diesmal jedoch mit einem erfreulichen Ergebnis für den Investor.

An dem Bauvorhaben schieden sich von allem Anfang an die Geister im Gemeinderat. Auch diesmal kam Kritik aus den Reihen der Gegner. Philipp Bernhofer (Bernauer Liste) forderte, "überhaupt keine Werbung für den 'Burger King' zuzulassen". Seine Begründung: Das dort angebotene Essen laufe allen Bestrebungen in der Schule für eine gesunde Ernährung zuwider.

Ein anderes, nicht privates, sondern vielmehr öffentlisches Vorhaben in Bernau wartet noch auf seine Verwirklichung: Die Kommune plant, eine zweite Krippe im Ort zu schaffen. Einmal mehr hat der Gemeinderat jetzt Grundzüge der Planung für einen Ausbau des Dachgeschosses im Kinderhaus "Unterm Regenbogen" an der Fichtenstraße diskutiert. Allmählich ist Eile geboten, denn Mitte nächsten Jahres müssen weitere Plätze vorhanden sein. Dann erhalten die Eltern, die für ihren Nachwuchs eine Betreuung benötigen, einen Rechtsanspruch.

Gemeinde pocht auf Ökostrom

Auch in Zukunft will die Gemeinde ausschließlich Ökostrom beziehen. Etwas anderes kommt für sie, wie der Gemeinderat einstimmig festgelegt hat, nicht in Frage. Weil der alte Liefervertrag ausläuft, will sie nun einen neuen abschließen. Das Gesetz sieht vor, dass sie europaweit nach einem Lieferanten suchen, ihren Bedarf also in ganz Europa ausschreiben muss. Allein muss sie jedoch keine Angebote einholen, vielmehr sitzt sie mit vielen anderen Kommunen in einem Boot, die gemeinschaftlich dem Strombezug einen neuen Rahmen geben wollen.

Die Gemeinde Bernau rechnet mit steigenden Kosten. Nach Angaben von Bürgermeister Klaus Daiber benötigt die Kommune in ihren Einrichtungen insgesamt rund 1,1 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Bislang summierten sich die Kosten per anno laut dem Bürgermeister auf etwa 40.000 Euro. Zu erwarten sei, so der Rathauschef, dass sich nun Mehrkosten in einer Höhe von knapp 2000 Euro ergeben.

Bernhofer jedoch machte eine andere Rechnung auf. Er habe sich im Internet über Angebote informiert. Aus der Übersicht habe sich ergeben, dass keineswegs, wie von Daiber angedeutet, Mehrkosten in Höhe von fünf bis sechs Prozent eintreten müssten. "Der Ökosrom wird nicht viel teurer", wandte er sich gegen eine landauf, landab weit verbreitete Meinung.

pü/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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