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Gedenken auf der Kampenwand

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Bernau - Zum 61. Mal fand das Gedenken für die im Krieg Gefallenen und Vermissten aus dem Chiemgau statt. Den Gedenkgottesdienst feierten die Gäste auf der Kampenwand.

Ein überaus frischer Ostwind wehte über die Kampenwand, als sich in guter Tradition eine große Schar von Mitgliedern der Veteranen- und Kriegervereine sowie von Soldatenkameradschaften aus den Landkreisen Rosenheim und Traunstein an der Gedächtniskapelle nahe der Steinlingalm einfanden. Ausrichter des inzwischen 61. Gedenkens für die Gefallenen und Vermissten des Chiemgaus war die Gemeinde Bernau a. Chiemsee, deren Ortsvereine von Bernau und Hittenkirchen ebenfalls mit ihren Abordnungen vertreten waren.

„Die Kampenwand ist heute der Hochaltar, Scheibenwand, Hochplatte und Gederer sind unsere Seitenaltäre“, mit diesen bildhaften Worten begann Pfarrer Josef Bacher aus Bernau den Gottesdienst. Ein besonderes Anliegen des Pfarrers war es, dass sich das Gedenken auch fortan und besonders bei den Jugendlichen an Wertschätzung und Beachtung erfreuen möge. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen die Musikkapelle Bernau unter der Leitung von Albert Osterhammer und die Aschauer Alphornbläser.

Gedenkfeier auf der Kampenwand

In seinen Grußworten erinnerte Bürgermeister Klaus Daiber daran, dass es immer weniger Zeitzeugen der Kriege gebe. „Umso mehr gilt es, das Andenken zu bewahren und das Kreuz auf der Kampenwand zu beachten“, so der Bürgermeister, der in seinen Ausführungen auch die weltweit im Einsatz befindlichen Soldaten der Deutschen Bundeswehr für ihren Dienst würdigte. Nach dem Gottesdienst erinnerte Günter Frey als Vorsitzender des Veteranen- und Reservistenvereins Bernau an die Friedens-Pflichten der Veteranenvereine und Bürger und er legte bei einem Ehrensalut der Gebirgsschützenkompanie Aschau einen Kranz für die Opfer der Kriege nieder.

Zum Abschluss spielte die Musikkapelle Bernau das Lied „Ich hatt´ einen Kameraden“ und gemeinsam wurde die Bayernhymne gesungen. Alsdann ging es festlich und gemeinsam zur Steinlingalm. Dort wurden alle Beteiligten für ihr Ausharren bei frischem Wind mit einer stärkenden Brotzeit belohnt. Aufgrund des unsicheren Wetters fanden sich heuer viel weniger Leute ein als im Vorjahr, als zum 60. Kampenwand-Kreuz-Jubiläum bei schönstem Wetter einige Tausend Gläubige und Berggäste verzeichnet werden konnten.

Bürgermeister Klaus Daiber konnten unter den Ehrengästen unter anderem die Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig, den ehemalige Landtagspräsident Alois Glück, die Landtagsabgeordneten Maria Noichl und Klaus Stöttner sowie viele Vertreter des Bezirks, der Landkreise und der Gemeinden willkommen heißen. Ein besonderer Gruß galt den Vertretern der Bundeswehr, Obmann Pius Graf von der Gemeinschaft der Veteranenvereine im Landkreis Rosenheim, Landesvorsitzenden Adolf Dinglreiter vom Bayernbund und dessen Rosenheimer Kreisvorsitzenden Christian Glas sowie Franz Schaffner aus Höslwang, der vor gut 60 Jahren als einziger noch lebender Zeitzeuge beim Bau des Gipfelkreuzes mit dabei war.

Quelle: rosenheim24.de

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