Historischer Höfe-Weg geplant

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Bernau - Nun will auch Bernau auf den "Leader-plus"-Zug aufspringen und EU-Fördergelder aus diesem Programm in Anspruch nehmen. Diese sollen in die Beschilderung eines historischen Höfe-Weges fließen.

Immer unter dem Vorbehalt, dass noch nicht mit den betroffenen 120 Anliegern gesprochen worden sei und sich "sicherlich auch noch Einsparpotenziale" hinsichtlich der Anzahl von Pfosten und Schilder ergeben würden, trug Bürgermeister Klaus Daiber diesen Tagesordnungspunkt schon jetzt dem Gemeinderat vor, weil der Antrag, erstmals von Leader-plus-Subventionen zu profitieren, bis Ende des Monats zu stellen sei. Allerdings ist nach Daibers Worten ungewiss, ob auch tatsächlich alle 120 Einwohner, in erster Linie Landwirte, mitmachen.

Gedacht seien einmal Schilder, die auf historische Höfe in Bernau und Hittenkirchen verweisen, zum anderen drei große Panorama-Tafeln für das vorhandene Radwegenetz. Die Kosten werden auf insgesamt 17.500 Euro geschätzt, von denen im Falle einer EU-Förderung die Hälfte von der Gemeinde selbst zu zahlen wäre.

Hansjörg Decker (Bernauer Liste) gab zu bedenken, ein Großteil der Höfe sei umgebaut worden, befinde sich nicht mehr in seinem ursprünglichen Zustand und sei damit historisch wenig interessant. Wanderer hätten mehr davon, wenn die vorhandenen Wege ausgebessert und mit Bänken ausstaffiert würden.

Fraktionskollege Philipp Bernhofer hingegen zeigte sich erfreut darüber, dass nun endlich auch Bernau "aus dem Tiefschlaf erwacht" sei und den Leader-plus-Topf anzapfen wolle, von dem andere Gemeinden bereits in fünf- bis sechsstelliger Höhe profitiert hätten.

Zweiter Bürgermeister Matthias Vieweger ergänzte, um der besseren Übersichtlichkeit willen sollten Radwanderer auch auf den "Ausgangspunkt Bahnhof" hingewiesen werden. Mit diesem Zusatz stellte der Gemeinderat einstimmig den Förderantrag.

Nur: Zur Verwirklichung des Konzepts bedarf es noch, wie es die Gemeindeverwaltung in der Vorlage formulierte, einer "erheblichen Informationsarbeit und Überzeugungskraft" bei den betroffenen Gebäude- und Grundstückseignern. "Der hierzu erforderliche Zeitaufwand sollte nicht unterschätzt werden."

mt/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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