18.107 Euro für ein Kinderheim in Kenia

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Bernau - Die stolze Summe von 18.107,70 Euro hatten die Mädchen und Buben als Sternsinger in Bernau bei ihrer Wanderung von Haus zu Haus gesammelt. Damit wird das Kinderheim "Nest" in Kenia unterstützt.

Lesen Sie hier den Originalbericht aus der Chiemgau-Zeitung:

Gerhard Jell ist in Bernau nun "Ehren-Chefsternsinger"

Zum 81. Pfarrfamilienabend im Kampenwandsaal kamen am Dienstag knapp 300 Besucher zusammen. Dabei wurde zum 20. Mal das Ergebnis der Sternsingersammlung bekannt gegeben. Stolze 18107,70 Euro hatten die Mädchen und Buben bei ihrer Wanderung von Haus zu Haus gesammelt. Damit wird das Kinderheim "Nest" in Kenia unterstützt.

Stolz auf die lange Tradition des Pfarrfamilienabends zeigte sich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Rainer Wicha. Sein Dank galt vor allem Pfarrer Josef Bacher, dem es als "guter Hirte" der Pfarrei immer wieder gelinge, in seinen Predigten den Inhalt der Bibel mit dem tatsächlichen Leben zu verbinden.

Pfarrer Bacher wiederum hatte in diesem Jahr die "Wiedergeburt der Großfamilie" zum Thema des Pfarrabends gewählt. "Auch die Sternsinger-Aktion hat etwas mit einer Großfamilie zu tun", sagte der Geistliche. Würden doch größere Mädchen und Buben die kleineren unter ihre Obhut nehmen. Ebenso bezeichnete der Ortspfarrer das "Nest" in Kenia, in dem seit vielen Jahren Waisenkinder von der Pfarrgemeinde Bernau unterstützt werden, als "Großfamilie".

Zu einem Marsch der Musikkapelle unter der Leitung von Bernadette Osterhammer zogen die 36 farbenfroh gekleideten Sternsinger in den Kampenwandsaal ein, trugen ihre Sternsinger-Verse vor und präsentierten das stolze Ergebnis ihrer diesjährigen Sammlung.

Auch Gerhard Jell, der die Sternsinger-Gruppen seit 20 Jahren geleitet hatte, war als Melchior gewandet. Er gab bekannt, dass er sein Amt nun niederlegen und an Marita Kreuz übergeben werde. Als Dankeschön für seine Aufgabe überreichte ihm Pfarrer Bacher eine Urkunde, in der er zum "Ehren-Chefsternsinger" ernannt wurde.

Tradition wie der Pfarrabend selbst hat ebenso die musikalische Umrahmung. Neben der Musikkapelle gehören dazu die Hafenstoana Alphornbläser, der Kinderchor unter der Leitung von Bernadette Osterhammer und der Kirchenchor. Auch die Schuster-Dirndl sind mittlerweile fester Bestandteil des Pfarrabends. Seit ein paar Jahren mit von der Partie ist die Jugendkapelle unter der Leitung von Christine Gassner.

Ein Pfarrabend wäre kein solcher, wenn nicht Hansjörg Decker mit einer Geschichte aufwarten würde. Diesmal ging es, musikalisch begleitet von der "Lausbuam Musi", vom Missverständnis über den Begriff "Myrrhe". Ein paar Buben verwechselten die Gabe der Heiligen Drei Könige nämlich mit der ähnlich klingenden "Möhre".

Für Heiterkeit sorgte der Auftritt einiger Mitglieder der Volksbühne Bernau. Deren Leiter Gerald Hofmann mimte den Bürgermeister der Gemeinde, während Harry Mies den Pfarrer und Claudia Schlosser dessen Haushälterin darstellten. Die Beiden verdächtigten doch tatsächlich den Bürgermeister, die Früchte im Pfarrhausgarten gestohlen zu haben.

Während der Erlös des Pfarrabends dem "Nest" in Kenia zufließt, kommt das Ergebnis des Losverkaufs für die Tombola der Anschaffung der neuen Kirchenorgel zugute.

gf/Chiemgau-Zeitung

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