+++ Eilmeldung +++

Landgericht Nürnberg

Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

Bestattungen werden teurer

+
Der Priener Friedhof gilt als vorbildlich gepflegt.

Prien - Der Priener Gemeinderat hat beschlossen: Die Bestattungen auf den Friedhöfen in Prien und St. Salvator werden teurer.

Bei der turnusmäßigen Neuausschreibung hatten sich höhere Sätze für die einzelnen Leistungen ergeben, die nach fünf Jahren mit stabilen Preisen im Ergebnis eine durchschnittlich siebenprozentige Kostensteigerung zur Folge haben. Der Marktgemeinderat hat nun einstimmig eine neue Gebührensatzung verabschiedet. Die Grabgebühren bleiben allerdings konstant.

Zuletzt waren die Gebühren Anfang 2009 angehoben worden. Damals lag der Steigerung eine Neukalkulation der Gebühren durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband zugrunde, der der Marktgemeinderat durch eine neue Satzung mit höheren Preisen Rechnung trug. Friedhöfe gehören wie Wasser und Kanal zu den so genannten kostenrechnenden Einrichtungen einer Kommune. Diese darf unterm Strich keine Gewinne, aber auch keine Verluste erwirtschaften.

Vor der Gebührensteigerung vor knapp zwei Jahren war im Friedhof Prien über vier Jahre ein Defizit von 111.000 Euro aufgelaufen. In St. Salvator musste die Marktgemeinde im gleichen Zeitraum ein Minus von 29.000 Euro ausgleichen.

Nun ist die Neuvergabe der Bestattungsleistungen Auslöser für eine erneute Erhöhung der Gebühren. Die Ausschreibung erfolgt jeweils für fünf Jahre, der bisherige Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen ist heuer ausgelaufen.

Für die Erdbestattung eines Erwachsenen in Prien mit Benutzung des Aufbahrungsraums, die weitaus häufigste Form, müssen die Hinterbliebenen künftig beispielsweise 786 Euro bezahlen. Bisher waren es 736, vor 2009 660 Euro.

Urnenbestattungen haben in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen. Diese Entwicklung setzt sich nach Angaben aus dem Rathaus weiter fort. Eine Urnenbestattung in einem Erdgrab (ohne Benutzung des Aufbahrungsraums) kostet künftig 46,50 Euro mehr als bisher, nämlich 353,50 Euro. Die Bestattung einer Urne in einer Nische kostet in Zukunft 319 Euro (ohne Aufbahrungsraum), bisher waren es 294 Euro.

Insgesamt werden auf dem Priener Friedhof jedes Jahr weit über 100 Menschen beigesetzt. 2009 waren es nach Angaben der Gemeinde 130, heuer bisher knapp 120. In St. Salvator werden dagegen im Jahr nur zwischen zwei und fünf Priener beigesetzt.

In St. Salvator sind für die Erdbestattung eines Erwachsenen in Zukunft 770 Euro zu entrichten. Bisher waren es 720. Eine Urnenbeisetzung kostet 528 Euro.

Ganz neu in die Gebührensatzung aufgenommen wurde eine so genannte Aufhebungs-Pauschale für Urnennischen über 150 Euro. Die Erfahrung hatte gezeigt, dass das Abschleifen einer Gedenkplatte bei Auflösung eines solchen Urnengrabs nicht praktikabel ist.

Die neuen Gebühren gelten ab 1. Januar 2011.

Bei der Erläuterung der Satzung im Marktgemeinderat erntete Sachbearbeiter Andreas Friedrich großes Lob. Er hatte erstmals ein solch umfassendes Zahlen- und Regelwerk für das Gremium aufbereitet und dann auch selbst so schlüssig erläutert, dass es keinerlei Fragen mehr gab. Zweite Bürgermeisterin Renate Hof bezog in das Lob auch die Friedhofsverwaltung mit ein, denn die "vorbildliche Pflege" des Gottesackers werde immer wieder auch von auswärtigen Besuchern wohlwollend registriert.

db/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser