Zzzzzz - Die besten Tipps gegen die Mückenplage!

Prien/Landkreis - Da will man den lang ersehnten Sommer genießen und dann... siiiiier! Mücken! Wie groß ist die „Chemiekeule“am Chiemsee und wie kann man sich gegen die Blutsauger wehren? Wir haben die Antworten!

Vor allem in den Chiemsee-Gemeinden rauben Mückengeschwader den Bewohnern den letzten Nerv. Durch das feuchte und warme Wetter der letzten Wochen ist die Zahl der Blutsauger beträchtlich gestiegen.

Der Bernauer Bauhofleiter und Mückenabwehrbeauftragten Günter Frey erklärt, dass von Übersee bis Rimsting nur auf einer Breite von rund 500 m um das Chiemseeufer der „Mückenkiller“ BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) gesprüht wird. Somit bleiben immer Quälgeister übrig. Eventuelle Restbestände könnten dann per Hand ausgebrannt werden, aber Populationen, die außerhalb der Reichweite des BTI-Hubschraubers leben, erwischt man so nicht.

Ähnlich in der Verwaltungsgemeinschaft Gstadt/Breitbrunn: Dort wurde bereits vor drei Wochen mit BTI vorgegangen, Erfolg zeigt sich nur direkt am Seeufer. Im Landkreis Traunstein sind ab sofort die Gemeinden selber zuständig sind für die Mückenbekämpfung. Genau das könnte teils recht schwierig werden, da das Versprühen von BTI in Naturschutzgebieten verboten ist.

Auszurotten sind die Mücken also nicht - wie bringt man seinen Haut also am besten in Sicherheit?

Die meisten Cremes, Sticks und Sprays sind rein chemische Präparate, so genannte Repellents. Laut Stiftung Warentest schützen Mittel mit den Wirkstoffen DEET (Diethyltoluamid, z.B. in Anti Brumm Forte, Azaron before) und Icaridin (z.B. in Autan Active/Family, Nobite Sensitive) am besten gegen Insektenstiche. Sie wirken etwa zwei bis drei Stunden. Das beste chemische Abwehrmittel ist laut Warentest (Heft 08/2007) die "Autan Active Lotion". Das Mittel zum Einreiben ist für Kleinkinder geeignet!

Hilfreich ist außerdem ein häufiges “Waschprogramm“, denn Mücken und Bremsen fühlen sich von Schweiß anzogen. Aber mit Parfum aufpassen! Stark duftende, süßliche Parfüms und Deodorants locken stechende Insekten an.

Das Dilemma bei der Hitze: Weite, luftige Kleidung ist ungünstig, weil sich Insekten darin verfangen können. Auch schwarze Stoffe und Blumenmuster sollten Sie vermeiden, besser sind helle, grüne oder hellbraune Farben.

Vor dem ins Bett gehen die Wände nach Mücken absuchen. Die Fenster mit Fliegengitter ausstatten!

Um die grundsätzliche Ansiedlungen von Mücken zu vermeiden, sollte man in Wohnsiedlungen regelmäßig die Regentonnen leeren und auch kleine Wasseransammlungen vermeiden bzw. auch da für eine Abdeckung sorgen. Als „biologische Waffen" einsetzbar sind Tomatenpflanzen (im Garten, auf Terrasse oder Balkon) oder Zitronenöl. Fünf Tropfen in ein Schälchen mit Wasser gegeben, halten Mücken vom Essplatz fern.

red-ro24

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Rubriklistenbild: © dpa

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