Betroffenheit und Anteilnahme weiter groß

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Um 10 Uhr findet in der Erlstätter Kirche der Trauergottesdienst mit anschließender Beerdigung statt.

Bad Aibling/Grabenstätt - Fünf Tage nach dem Mangfall-Drama, das Melanie und Helmut Hochreiter in den Tod riss, sind Betroffenheit und Anteilnahme weiterhin groß. Heute findet die Beerdigung in Grabenstätt, dem -Heimatort des Verstorbenen, statt. ** Aktion Orden ** Kondolenzbuch Melanie ** Kondolenzbuch Helmut **

Bereits über 400 Leser haben sich an der Aktion "Ein Orden für die Retter" von OVB und rosenheim24.de beteiligt. Auch die Stadt Bad Aibling hat das Ehepaar Hochreiter für die Lebensrettungsmedaille vorgeschlagen. Der Stadtrat hat am Donnerstagabend entsprechende Anträge verfasst. Sie sind bereits auf dem Weg zum Landratsamt.

Online-Formular: Aktion „ Ein Orden für die Retter“

Am 7. September hätten Melanie und Helmut Hochreiter ihren zweiten Hochzeitstag gefeiert. Das Paar hatte sich in Bad Aibling das Ja-Wort gegeben. Melanie (33) war 2003 von Unterhaching in die Kurstadt gezogen, ihr Mann ist dort seit der Heirat im September 2007 gemeldet.

Online kondolieren:

Kondolenzbuch Melanie

Kondolenzbuch Helmut

Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller erklärte, dass die Tragödie bei aller Trauer und dem Schmerz über den Tod der Retter zeige, "dass wir eine Gesellschaft des Zugreifens und nicht des Wegschauens haben". Schwaller hält heute bei der Beerdigung ebenso wie sein Grabenstätter Kollege Georg Schützinger eine Rede zu Ehren der Opfer und legt einen Kranz nieder.

Bad Aibling sei stolz auf die Retter, die - ohne auf die eigene Gesundheit zu achten - ins Wasser gesprungen seien, so Schwaller weiter. Dazu gehört auch ein 20-jähriger Leichtathlet aus den Reihen des TuS Bad Aibling. Den jungen Stabhochspringer versuchte ein weiterer Retter (57) an den Füßen festzuhalten, während er mit Kopf und Rumpf in den Strudel am Mangfall-Wehr tauchte, um nach Helmut Hochreiter zu suchen. Schließlich verschwand auch der durchtrainierte Sportler, der im Mai sein Abitur geschrieben hat, in den Fluten. Fast hätte auch er mit dem Leben bezahlt. Der 20-Jährige lag im Rosenheimer Klinikum im Koma, inzwischen soll es ihm viel besser gehen.

Wie berichtet, hatten zwei Buben die Kettenreaktion am Wehr ausgelöst. Als einer der Burschen in den Abfall gerissen wurde, sprang Hochreiter sofort hinterher. "Beide verschwanden. Dann gab das Wasser den Buben wieder frei", erzählt Retter Josef Holzmair aus Willing, der den Zwölfjährigen gemeinsam mit Ehefrau Christa (54) und weiteren Helfern aus dem Wasser zog. Hochreiter blieb unter Wasser, seine Ehefrau Melanie sprang in den tückischen Fluss, um ihren Mann zu retten - und musste ebenfalls sterben.

Oberbayerisches Volksblatt/re

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Das Mangfall-Drama

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