Bewegende Worte zum Abschied

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Über 80 Mitarbeiter waren gestern zur Verabschiedung des scheidenden Vorstandes Otmar Steßl (links) in die Simssee-Klinik gekommen.

Bad Endorf - Über 80 Mitarbeiter aus allen Bereichen des Unternehmens der Gesundheitswelt Chiemgau waren gestern gekommen, um sich mit zum Teil sehr persönlichen Worten von ihrem ehemaligen Chef Otmar Steßl zu verabschieden.

Der scheidende Vorstandsvorsitzende hatte zur kleinen Abschiedsfeier in die Simssee-Klinik geladen. Auch sein Nachfolger Dietolf Hämel junior war dabei.

In seiner kurzen Ansprache hielt Steßl, der zwölf Jahre als Vorstand an der Spitze des Unternehmens gestanden ist, kurz Rückblick auf zum Teil aufregende Jahre. "Es war nicht immer leicht, harte Entscheidungen auch gegen Mitarbeiter durchzusetzen. Doch es war immer zum Wohle des Unternehmens", so Steßl. Er dankte allen, die in schwierigen Zeiten ihm mit Rat und Tat zur Seite gestanden hätten. Er glaube, dass die Gesundheitswelt Chiemgau in eine "großartige Zukunft" gehe. Alle Mitarbeiter forderte er auf, weiterhin der GWC treu zu bleiben und ihr loyal gegenüberzustehen.

Viele Angestellte, von der Sekretärin bis zum Bademeister, vom Betriebsratsvorsitzenden der Chiemgau-Thermen bis zur Pflegedienstleitung und der ärzteschaft, sie alle zeigten sich tief betroffen von der Art und Weise, wie man mit "dem Chef" in der Vergangenheit umgegangen sei. "So etwas hat niemand verdient", war die einhellige Meinung der Gäste.

Chefarzt Dr. Holger Dittmann, der vor fünf Jahren von Otmar Steßl zur Simssee-Klinik geholt wurde, bedauerte dessen Ausscheiden. "Es waren politische, keine sachlichen Gründe."

ähnlich sah es auch Robert Zucker, Geschäftsführer der Simssee-Klinik: "Ich habe immer vertrauensvoll mit Otmar Steßl zusammengearbeitet. Ich danke ihm für diese Zeit, denn er gab mir die Möglichkeit, viele meiner Ideen umzusetzen."

Sichtlich erfreut reagierte der scheidende Vorstand, der einige Male sichtlich mit Rührung kämpfte, über die kleinen Geschenke, die ihm zahlreiche Mitarbeiter zur Erinnerung überreichten.

Oberbayerisches Volksblatt/ske

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