Dem Borkenkäfer keine Chance geben

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Atzing - "Wenn wir die Beobachtung des Käferbefalls vernachlässigen, kann nach der Unwetter- eine zweite Borkenkäfer-Katastrophe folgen," so Hans Rauch von der Jagdgenossenschaft.

Das sommerliche Unwetter, das im Bereich von Atzing und Umgebung heuer große Waldschäden verursachte, hat auch die Vorstandschaft und Mitglieder der Jagdgenossenschaft Atzing stark beschäftigt.

Bei der Jahresversammlung im Gasthaus "Stocker" in Atzing forderte Vorsitzender Hans Rauch die Waldbesitzer auf, verlässliche Kontrollen vorzunehmen. "Wenn wir die Beobachtung des Käferbefalls vernachlässigen, kann nach der Unwetter- eine zweite Borkenkäfer-Katastrophe folgen."

Auch Bürgermeister Jürgen Seifert, der für die Gemeinde ebenso wie Monsignore Bruno Fink für die Pfarrei als Wald- und Grundbesitzer an der Zusammenkunft teilnahm, brach eine Lanze für die Bestandskontrolle und das saubere Aufräumen in den beschädigten Wäldern, damit der Borkenkäfer nicht überhand nehme. Die Jahres- und Rechenschaftsberichte von Schriftführer Josef Gelder aus Wildenwart, von Kassier Franz Zierer aus Siegharting und von Vorstand Hans Rauch aus Mupferting zeugten von einem aktiven und regen Vereinsjahr.

Bei einer Waldbegehung mit dem zuständigen Revierförster Ulrich Guggenberger im Bereich von Gaishacken und Prutdorf wurde der Wald- und Verbiss-Zustand als sehr zufriedenstellend bezeichnet. Im April wurde im Bereich der Jagdgenossenschaft Atzing von einem Jäger erstmals eine wild umherstreunende Wildsau erlegt. "Im Großen und Ganzen sind wir von der Wildsau-Plage noch verschont, aber im Rosenheimer Gebiet ist viel besorgniserregende Bewegung auf diesem Sektor", so der Jagdvorstand. Auch Jäger Michael Schlosser senior wies auf die Schwierigkeit hin, Wildsäue zu bejagen.

Rauch gab bekannt, dass im Frühjahr ein Vegetationsgutachten für einen neuen Abschussplan ab 2013 erstellt werden wird. 2013 werde auch - wie alle sechs Jahre - über die Jagdvergabe neu entschieden. Beschlossen wurde, dass die Genossenschaft zum Schutz vor Jungwaldverbiss Clips in größeren Mengen ankauft und diese zum halben Preis den Waldbauern zur Verfügung stellt (erhältlich bei Vorstand Rauch).

Die Auszahlung des Jagdpachtschillings bleibt unverändert. Wer diese Auszahlung neu wünscht, kann sich an die Vorstandschaft wenden.

Reichlich beansprucht wurden im vergangenen Jahr die gemeinschaftlichen Gerätschaften wie Holzspalter (bei Albert Niedermayer in Mupferting), der Hochentaster (bei Michael Schlosser in Stetten) und der Klauenstand (bei Peter Huber in Siegharting). Aufgrund der heurigen Sturmschäden hat die Gemeinde Prien die Abgabe der Kiesmengen aus der Prien für die Bauern verdoppelt. Den Abschluss der Jagdversammlung mit Teilnahme der Altenteiler bildeten ein Rehessen sowie von den Jägersfrauen spendierte Kuchen zum Kaffee.

hö/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser