Botschafterin für eine Herzensangelegenheit

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Mitterndorf - Die Rosenheimer CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig hat für die "Björn Schulz Stiftung" für krebs- und chronisch kranke Kinder ein neues Amt übernommen.

Ab sofort ist sie Botschafterin für das Projekt „Irmengard-Hof“ in Mitterndorf am Chiemsee. Das vereinbarte die heimische Wahlkreisabgeordnete in einem persönlichen Gespräch mit dem Gründer der Stiftung, Jürgen Schulz. In dem Dreiseithof, den die Stiftung in Erbpacht vom Benediktinerinnenkloster Frauenwörth übernommen hat, entsteht eine psychosoziale Nachsorge- und Erholungseinrichtung für Familien mit einem krebs- oder chronisch kranken Kind. „Das Engagement als Botschafterin ist mir eine Herzensangelegenheit“, so Daniela Ludwig. „Die Björn Schulz Stiftung setzt sich mit einer bewundernswerten Hingabe für Familien und Kinder ein, die in Zeiten schwerster seelischer und auch finanzieller Belastung Hilfe wirklich benötigen.“

Bei einer Besichtigung der Baustelle in Mitterndorf machte sich Ludwig selbst ein Bild vom Irmengard-Hof und dem Umfang der Sanierungsarbeiten. „Wir rechnen hier mit Gesamtkosten von circa 4,5 Millionen Euro“, berichtete Daniel Kothe vom Referat Öffentlichkeitsarbeit der Björn Schulz Stiftung. „Danach wird die Einrichtung Familien zur Verfügung stehen, die durch eine schwere Erkrankung eines Kindes viel mitmachen oder gemacht haben.“

In dem Dreiseithof entstehen 31 überwiegend rollstuhlgerechte Appartements, die alle über einen Aufzug zu erreichen sind. Sie verfügen über ein, und für größere Familien auch zwei Zimmer. Auf jeder Etage wird es jeweils zwei kleinere Küchen geben. „Wir möchten, dass sich die Familien und Kinder hier wohl fühlen, und dass sie hier zur Ruhe kommen“, so Kothe.

Wesentlicher Bestandteil des Konzeptes sind die Gruppenfahrten. Dabei werden insbesondere auch Geschwister der kranken Kinder mit einbezogen. „Sie leiden oft darunter, dass sich zwangsläufig alles um ihre kranke Schwester oder um ihren kranken Bruder dreht, und sie oft zurückstecken müssen“, so Angelika Lorenz von der Stiftung. „Gemeinsame Ausflüge und der Urlaub hier soll Spannungen innerhalb der Familien abbauen.“

Ohne Spenden anderer Stiftungen und das Engagement der Bevölkerung in der Region ist die Verwirklichung dieses ehrgeizigen Projekts nicht möglich. „Da haben uns die 780.000 Euro aus der Weihnachtsaktion des Oberbayerischen Volksblattes schon sehr geholfen“, schwärmte Lorenz. „Mit so einem Betrag hätten wir nie gerechnet.“ Dennoch gibt es noch viel zu tun – und viel zu bezahlen.

„Hier möchte ich auch mit meinem Engagement ansetzen“, so Daniela Ludwig. „Denn die Björn Schulz Stiftung braucht langfristige Unterstützung, zum Beispiel mit Patenschaften. Hier werde ich versuchen, auch Unternehmen in der Region mit ins Boot zu holen.“ Dabei kann die Abgeordnete auf prominente Unterstützung hoffen: die Schirmherrschaft für das Klostergut hat die Ehefrau des Bayerischen Ministerpräsidenten, Karin Seehofer übernommen. Bis Mitte Juli soll der erste von zwei Bauabschnitten fertig sein – dann können die Kinder kommen.

Pressemitteilung Wahlkreisbüro Daniela Ludwig, MdB

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