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Thema für zahlreiche Gemeinden in der Region

Breitbrunn spricht sich gegen das Betteln aus

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Breitbrunn am Chiemsee - Der Gemeinderat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, eine notwendige Sondergenehmigung zu versagen. Das soll Bettelei in der Gemeinde einen Riegel vorschieben.

Die Gemeinderäte in Breitbrunn am Chiemsee haben sich in ihrer jüngsten Sitzung gegen aggressives Betteln ausgesprochen, das gegen das bayerische Straßen- und Wegegesetz verstößt, denn beim aggressiven Betteln beziehungsweise dem Nächtigen auf Straßen werde "der öffentliche Raum zur systematischen Bedrängung von Passanten zum Zwecke der Erzielung von Bettelbeträgen benutzt", erklärt Bürgermeister Anton Baumgartner (Parteifreie/ÜWG) laut dem Oberbayerischen Volksblatt.

Unter aggressivem Betteln versteht man, dass eine Person gezielt auf Passanten zugeht und diese - zum Teil recht energisch - auffordert, etwas zu geben. Betroffene werden dabei oft an der Kleidung angefasst oder gezogen und so bedrängt. Dem gegenüber steht passives Betteln, wobei eine Person an einem festen Ort sitzt oder steht und mittels Schild oder der Bettlerkarte um Geld oder andere Gaben bittet.

Zahlreiche Gemeinden betroffen

Neben Breitbrunn haben sich auch viele andere Gemeinden bereits mit dem Thema Betteln beschäftigt. So ist in den Gemeinden Rimsting und Prien am Chiemsee das Betteln seit 2018 beziehungsweise 2017 verboten. Vor allem gegen organisiertes Betteln wollen die Gemeinden dabei vorgehen. Nachdem im Januar 2018 eine Rentnerin von mehreren Bettlerinnen auf dem Friedhof in Bad Endorf überfallen worden ist, hat auch die Marktgemeinde die Regeln gegen organisierte Bettlerbanden verschärft.

Vor allem in der kreisfreien Stadt Rosenheim ist Betteln immer wieder ein Problem. Zum einen halten sich Bettler in der Fußgängerzone und auf der Bahnhofstraße auf. Zum anderen sind Gruppen auch durch die Stadt gezogen und haben gezielt an Türen geklingelt. Generell ist Betteln in der Fußgängerzone in der Innenstadt verboten. Wie dieses Verbot durchgesetzt werden kann, ist jedoch problematisch. Die Stadt rät, nichts zu spenden.

Regelmäßig werden Kontrollen durchgeführt. Jedoch: "Bußgelder sind aufgrund der Mittellosigkeit und dem Auslandswohnsitz kein erfolgsversprechendes Mittel", schreibt die Stadt in einer Informationsbroschüre zum Thema. "Ausgesprochene Platzverweise helfen nur kurzfristig und am Tag darauf ist schon die nächste Bettlertruppe im Anmarsch."

ksl

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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