Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Rathauschef Anton Baumgartner informiert

Kosten knapp über drei Millionen Euro: Breitbrunner Rathaus-Umbau ein Mammutprojekt

Die Baustelle am Breitbrunner Rathaus. An dem mittig freien Platz entsteht das neue Treppenhaus, das die bisherigen drei ersetzen soll. Durch einen Aufzug können künftig sämtliche Stockwerke barrierefrei erreicht werden.
+
Die Baustelle am Breitbrunner Rathaus. An dem mittig freien Platz entsteht das neue Treppenhaus, das die bisherigen drei ersetzen soll. Durch einen Aufzug können künftig sämtliche Stockwerke barrierefrei erreicht werden.

Bei knapp 2000 Einwohnern – davon ein Fünftel Zweitwohnsitze – hat die Gemeinde Breitbrunn am Chiemsee momentan einiges zu stemmen. Der Rathausumbau ist der größte Brocken, aber auch Kanal, Wasserleitung, Breitbandausbau oder Bebauungspläne gehens ins Geld.

Breitbrunn – In einer gut besuchten Bürgerversammlung ging Rathauschef Anton Baumgartner (Parteifreie/ÜWG) in nur knappen Ausführungen auf die Haushaltszahlen, dafür vermehrt auf aktuell laufende und zu bearbeitende Projekte ein. Alleine die Erweiterung des Breitbrunner Rathauses steuert in der Kostenkalkulation mittlerweile auf 3,5 Millionen Euro zu.

Hohe Investitionen unter der Erde nötig

Mit der Teilsanierung der Rosenstraße auf einer Länge von 270 Metern startete demnach im vergangenen Frühjahr eine der größten Baumaßnahmen der vergangenen Jahre. Zur Behebung der Überlastung des Regenwasserkanals – speziell bei Starkregenereignissen in der Vergangenheit – aber auch einer kompletten Erneuerung der störanfälligen Wasserleitung sowie des noch ausstehenden Breitbandausbaus im Gemeindegebiet musste die Kommune mehr als 500.000 Euro in die Hand nehmen, war den Ausführungen zu entnehmen.

Weiter ging Bürgermeister Baumgartner auf den kürzlich eingeweihten Begegnungsplatz am Breitbrunner Sportgelände ein. Der Gemeinderat hatte sich bereits im Jahre 2019 – vorbehaltlich einer Leader-Förderung von knapp 170.000 Euro – für die Umsetzung entschieden. Die kalkulierten Gesamtkosten belaufen sich mit einigen zusätzlichen Verbesserungen an der Sportanlage auf gut 400.000 Euro. Ein besonderer Dank vom Gemeindeoberhaupt ging an die ehrenamtliche Mithilfe der Ortsvereine.

Das könnte Sie auch interessieren: Mehr Nachrichten aus Breitbrunn

Der Umbau- und Erweiterungsbau des Beitbrunner Rathauses ist aktuell wohl das größte und umfangreichste Projekt der letzten Zeit. Ein in Auftrag gegebenes Organisationsgutachten, bei dem unter anderem die Organisationsstruktur beleuchtet wird, brachte ein Defizit von zwei Vollzeitkräften zutage. Die komplette Neustrukturierung der Verwaltung in verschiedene Sachgebiete, vorgestellt von Geschäftsleiter Thomas Wagner, entwickelte sich zum Mammutprojekt, ließ es die Verantwortlichen doch an räumliche Grenzen stoßen. Die notwendige Konsequenz war eine Erweiterung in Richtung Nordosten.

Unumgänglich waren gemäß den Ausführungen des Bürgermeisters eine zeitgerechte Elektro- und Dateninstallation sowie ein barrierefreier Umbau unter anderem des Treppenhauses. Die aktuell kalkulierten Baukosten inklusive Planung bewegen sich bei knapp über drei Millionen Euro, so die Ausführungen. Durch Hinzuziehen eines Fachbüros für Fördermittel konnten mittlerweile immerhin fast 400.000 Euro Fördergelder generiert werden, obwohl Erweiterungen oder Sanierungen prinzipiell nicht förderfähig sind.

33 Förderverfahren in zwei Jahren

Die Neufassung der Bebauungspläne „Rosenstraße-Tulpenweg“ und „Ortsmitte“ sowie das geplante Neubaugebiet „Untere Moosstraße“ sind weitere intensive Arbeitsbereiche des Breitbrunner Gemeinderats.

Am Schluss legte Bürgermeister Baumgartner noch eine imposante Statistik in Sachen Fördermittel vor: in den letzten beiden Jahren wurden „sage und schreibe“ 33 Förderverfahren bearbeitet, sechs davon sind abgeschlossen, 22 sind noch in Bearbeitung und fünf weitere sind derzeit in Prüfung. Jedes hat seine individuellen Richtlinien und verursacht in der Summe einen immensen Aufwand.

Der Ausflug in den Finanzbericht erläuterte den Zuhörern, dass der Verwaltungshaushalt – hier werden laufende Einnahmen und Ausgaben gebucht – mit einem Volumen von zirka 3,7 Millionen Euro fast unverändert abschloss. Dem Vermögenshaushalt konnte nach vorsichtiger Haushaltsplanung ein Betrag von erfreulicherweise fast 600.000 Euro erwirtschaftet und somit für Investitionen zugeführt werden. Somit reduziert sich der Gesamthaushalt von noch sechs Millionen im Jahr 2019 auf zirka 5,6 Millionen Euro.

Ein im Vorjahr erzielter Überschuss von fast 1,18 Millionen wurde den allgemeinen Rücklagen entnommen, somit schließt die Jahresrechnung 2020 mit einem guten Überschuss von in etwa 840.000 Euro ab.

Viele Hochzeiten nach erstem Coronajahr

Der vorgetragenen Statistik aus 2020 war zu entnehmen, dass in 14 Gemeinderatssitzungen mit 248 Tagesordnungspunkten 32 weniger als in 2019 behandelt wurden. Die vom Standesamt gemeldeten 24 Trauungen (Vorjahr elf) in Breitbrunn wurden von corona-bedingten Ausfällen auf der Fraueninsel befeuert, zehn Geburten (23) stehen 22 (18) Todesfälle gegenüber. Die Einwohnerzahl der Hauptwohnsitze stieg um 26 Neuanmeldungen auf 1626 sowie die Zweitwohnsitze auf nunmehr 380 Personen.

Kommentare