Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Nach dem Großbrand in Breitbrunn

Eigentümerin ist überwältigt von der Hilfsbereitschaft von Feuerwehr und Dorfgemeinschaft

Das war einmal eine Garage. Hier hatte das Feuer seinen Ausgangspunkt. Die Brandursache ist noch ungeklärt, aber Fremdverschulden schließt die Polizei aus.
+
Das war einmal eine Garage. Hier hatte das Feuer seinen Ausgangspunkt. Die Brandursache ist noch ungeklärt, aber Fremdverschulden schließt die Polizei aus.

Überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Feuerwehren und der Dorfgemeinschaft sind die Eigentümer des Hauses, das in Breitbrunn zum Teil ausgebrannt ist. Die Mieter haben bis auf Weiteres in der Nachbarschaft eine neue Bleibe gefunden.

Breitbrunn – „Die Feuerwehren haben Unglaubliches geleistet.“ Der Eigentümerin des Hauses im Tulpenweg ist es eine Herzensangelegenheit, im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen die Leistung aller Helfer zu würdigen. Namentlich genannt werden möchte sie nicht.

Solidarität war überwältigend“

„Die Solidarität der Dorfgemeinschaft war überwältigend.“ Der Schock über das Ausmaß der Zerstörung ist ihr anzumerken, haben sie und ihr Mann doch früher selbst über 20 Jahre lang in dem Haus gewohnt. Ihre drei inzwischen erwachsenen Kinder seien dort aufgewachsen, erzählt sie.

Die Mieter, eine vierköpfige Familie, die zum Schutz der beiden Kinder ebenfalls anonym bleiben möchte, hätten sich in der Brandnacht gleich telefonisch gemeldet, erinnert sich die Eigentümerin. Sie habe dann bei gemeinsamen Freunden in unmittelbarer Nachbarschaft schnell eine voll ausgestattete Ferienwohnung gefunden, wo die Mieter bis auf Weiteres auch bleiben könnten. Parallel hätten unter anderem Inselbürgermeister Armin Krämmer und weitere Freunde Ferienwohnungen als Übergangsquartier angeboten, berichtet die Eigentümerin.

Lesen Sie auch Millionenschaden bei Brand eines Wohnhauses am Chiemsee

Das Einfamilienhaus war in der Nacht auf Sonntag schwer beschädigt worden. Das Feuer war aus bisher unbekannter Ursache in der Garage ausgebrochen und hatte sich schnell auf Teile des Hauses ausgebreitet, das zum Teil in Holzständerweise gebaut ist.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an, bestätigte Pressesprecher Stefan Sonntag vom Polizeipräsidium Oberbayern auf Nachfrage. Die Spurensicherung vor Ort sei sehr zeitaufwendig gewesen ,aber inzwischen abgeschlossen, so Sonntag. „Es gibt keinen Hinweis auf Fremdeinwirkung“, betonte er.

Ob das Haus noch bewohnbar ist, muss sich noch zeigen. Der Sachschaden wird auf rund eine Million Euro geschätzt. Nach Angaben der Eigentümerin ist die zuständige Versicherung sehr kooperativ und hilfsbereit. „Die waren sofort da und kümmern sich um alles.“ Beispielhaft nannte sie das Bemühen der Versicherung, die zerstörten Fenster schnell wieder verschließen zu lassen.

Lesen Sie auch Feuerwehr Prien sucht Nachwuchs – Eine schwere Aufgabe in Corona-Zeiten

Immer noch sehr beeindruckt zeigt sie sich vom Einsatz der Feuerwehren, die an den Löscharbeiten beteiligt waren. Die Floriansjünger hätten nicht nur bis Sonntagabend Brandwache gehalten, sondern zum Beispiel auch das offene Dach schnell mit Planen abgedeckt. Das war umso wichtiger, weil es am nächsten Tag geregnet habe, ist sie froh. „Die Feuerwehren haben Unglaubliches geleistet“, schwärmt sie und will für die Hilfskräfte zusammen mit ihrem Mann zum Dank nächstes Jahr ein Sommerfest ausrichten.

Wo die Mieter dann daheim sein werden, ist offen. Vieles deutet darauf hin, dass das schwer beschädigte Haus vollständig abgerissen werden muss. Laut Polizei dürfen es die Bewohner nach Abschluss der Spurensuche vor Ort inzwischen wieder betreten, um nach persönlichen Sachen zu suchen.

Bewohner blieben unverletzt

Das Ehepaar sowie die beiden sieben und neun Jahren alten Kinder waren unverletzt geblieben. Die Familie war noch wach, als im ganzen Haus der Strom ausgefallen war. So wurden sie auf das Feuer in der Garage aufmerksam und konnten sich rechtzeitig ins Freie retten.

Der 49-Jährige Familienvater hatte sich zwei Tage nach dem Brand im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen schon tief beeindruckt von der großen Hilfsbereitschaft ringsum gezeigt. Viele Nachbarn hatten der Familie Kleidung und andere Sachspenden angeboten, die in der Nacht zunächst geschockt in Schlafanzügen vor ihrem brennenden Zuhause gestanden hatte. Gerührt war die Familie auch, weil ihr ein halbes Dutzend Weihnachtsbäume angeboten worden war – der eigene war, wie vieles andere, ein Raub der Flammen geworden. „Wir durften sogar die Kugeln aus dem Haus holen, damit der Baum geschmückt werden kann“, freute sich der Vater.