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Erfolgreiche zweite Auktion bei Gailer in Breitbrunn 

Ölbild von Franz Roubaud wurde für 14.000 Euro ersteigert

„Heimkehr des Urlaubers“ 1874 von Johann Sperl, gehörte zu einem der Highlights der zweiten Auktion des Kunstauktionshauses am Chiemsee in Breitbrunn.
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„Heimkehr des Urlaubers“ 1874 von Johann Sperl, gehörte zu einem der Highlights der zweiten Auktion des Kunstauktionshauses am Chiemsee in Breitbrunn.

Von der Menge der verkauften Bilder her war die zweite Auktion im Gailer Kunstaktionshaus in Breitbrunn an der Seestraße ein beinahe noch größerer Erfolg als es die erste Auktion im Frühjahr dieses Jahres war.

Breitbrunn - Von den gut 800 der angebotenen Gemälde, Grafiken und Skulpturen wurden wieder 70 Prozent während der Versteigerung verkauft und auch der Nachverkauf, den es zwei Wochen für die bisher nicht veräußerten Stücke gibt, „läuft super“, sagt Susanne Gailer im Gespräch mit unserer Zeitung. Auch aus dem europäischen Ausland sowie den USA und Kanada wurde mit gesteigert.

Familie Gailer mit Seniorchef Franz und den beiden Söhnen, die inzwischen alle im seit mehr als 40 Jahren eingeführten Kunstunternehmen mit zwei ständigen Ausstellungen auf Frauenchiemsee mitarbeiten, waren am vergangenen Samstag an drei Telefonleitungen und online durchgehend sehr gut beschäftigt. Als Auktionator fungierte Seniorchef Franz Gailer neun Stunden lang, während Hunderte von Interessierten alles online verfolgen und weltweit mitbieten konnten.

Unter den Highlights war ein kleinformatiges, lebendig gemaltes Bild des berühmten russischen Pferde- und Schlachtenmalers Franz Roubaud. Sein „Kosakenreiter in vollem Galopp mit roter Fahne“ von 1893 war mit einem Preislimit von 6500 Euro angesetzt und erzielte durch mehrere Bieter 14.000 Euro. Ein Alter Meister mit der „Verkündigung Marias“ in Öl aus dem 17./18. Jahrhundert bekam nach dem Limit von 1800 Euro bei 5000 Euro den Zuschlag.

Hoch begehrt war auch der „Promenadeplatz in München“, 1917 von Charles Vetter, bei dem nach den Geboten einiger privaten Sammler schließlich ein Museum in Norddeutschland den Zuschlag erhielt. Die für 600 Euro angebotene Farblithographie „Regen“, 1940, von Günther Ücker wechselte nach dem Angebotspreis von 600 Euro für 3000 Euro den Besitzer. 

Unerwartet für das Auktionshaus ebenso wie für die Beobachter war, dass ein Hauptwerk von Johann Sperl, ein „Riesenschinken“ mit mächtigem Originalrahmen, Angebotslimit 45.000 Euro, nicht verkauft wurde. Sperl ist einer der bedeutendsten Vertreter der süddeutschen Stimmungslandschaft und wird meist in Zusammenhang mit seinem Lehrer und Freund Wilhelm Leibl genannt.

Das 1874 entstandene Ölbild „Heimkehr des Urlaubers“ zeigt einen selbstbewussten jungen Mann, der auf einem Bauernhof, umringt von bewundernden jungen Frauen, offensichtlich seine Reiseerlebnisse erzählt. Das Bild befand sich als Leihgabe früher im Besitz des Münchner Lenbachhauses und schmückte ebenso als Leihgabe dann lange das Dienstzimmer der Rosenheimer Oberbürgermeisterin. Im Nachverkauf gibt es allerdings bereits einige Interessenten.

Die nächste Ausstellung im Kunstauktionshaus Gailer findet im Januar 2022 statt. Thema soll die süddeutsche Malerei am und um den Chiemsee und seine Inseln sein. Der genaue Termin steht noch nicht fest. 

gi

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