Hautkrankheit mit juckenden roten Pusteln - User bestätigen Verdacht

In Haut dringende Zerkarien in Kailbacher Bucht: Breitbrunn warnt Badegäste

  • schließen

Breitbrunn am Chiemsee - Im Bereich des alten Badestrands in Kailbach besteht der Verdacht, dass sich Zerkarien im Wasser befinden. 

Update, 16.45 Uhr:

Nachdem dieser Artikel veröffentlicht wurde, haben sich weitere, betroffene User bei uns gemeldet. Wie eine Leserin der Redaktion mitteilte, war diese mit ihrem Mann am Sonntag im Kailbach beim Baden. Bei den beiden habe es zwei Tage gedauert bis die Beschwerden kamen, erklärte die Leserin. 

Die Hautirritationen können mit oder ohne Behandlung zwischen zehn bis 20 Tage andauern. Der Juckreiz vergeht nach wenigen Tagen heißt es. 

Erstmeldung:

Die Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn am Chiemsee hat auf ihrer Homepage den Verdacht auf Zerkarien im Kailbach veröffentlicht. Die Larven von Saugwürmern können juckende rote Pusteln und andere Hautirritationen sowie Badedermatitis hervorrufen. 

Badedermatitis ist eine ungefährliche Hautkrankheit, die man sich beim Baden in Süßwasser zuziehen kann. Dabei dringen die winzigen Larven von Saugwürmern (Zerkarien) in die Hautoberfläche ein und verursachen einen stark juckenden Hautausschlag.

fälschlicherweise Menschen befallen

Die Zerkarien dringen normalerweise in die Haut der Vögel ein, meist im Bereich der Schwimmhäute, und entwickeln sich in den Tieren zu adulten Würmern. Die Wasservögel bringen die Schistosomen-Eier mit ihrem Kot ins Wasser. Hier schlüpfen die ersten Larven. Sie brauchen nun Süßwasserschnecken (meist der Gattung Lymnaea) als Zwischenwirt, wo sie sich zu Gabelschwanz-Zerkarien entwickeln, schreibt aerztezeitung.de.

Auf der Suche nach einem neuen gefiederten Wirt können diese auch fälschlicherweise Menschen befallen. Sie bohren sich in die menschliche Haut und sterben kurze Zeit später ab, heißt es in einem Informationsblatt des Lageso.

Verhaltenshinweise

Aufgrund des Verdachts veröffentlichte die Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn am Chiemsee folgende Verhaltenshinweise, welche das Risiko eines Zerkarienbefalls verringern:

  • längere Aufenthalte im Flachwasserbereich vermeiden (gerade Kinder sind gefährdet)
  • meiden von oder nur kurzer Aufenthalt in Bereichen mit dichtem Wasserpflanzen-Bewuchs
  • Baden in den frühen Morgenstunden vermeiden, da sich in dieser Zeitspanne die meisten frei schwimmenden und damit infektiöse Zerkarien im Wasser aufhalten
  • bevorzugt in tieferen oder leicht strömenden Bereichen schwimmen
  • nach dem Schwimmen die Badesachen wechseln
  • den Körper mit einem Handtuch gut abreiben (Zerkarien trocknen schnell aus)

Wie die Heimatzeitungen berichten, gab es in der Kailbacher Bucht bereits den ersten Fall. Bei einem älteren Ehepaar wurde nach dem Schwimmen im Kailbach eine Zerkarien-Dermatitis diagnostiziert. 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Zurück zur Übersicht: Breitbrunn

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT