Zählung in Mühln soll Klarheit bringen

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Breitbrunn - Der Verkehr im Ortsteil Mühln ist ein Dauerbrenner-Thema. Dort ist die Anlegestelle der Herreninselfähre. Deshalb fahren dort Lkw, die Material für die Insel anliefern.

Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Beschwerden von Anliegern, die sich durch die Brummis und den Lärm, den diese verursachen, belästigt fühlen.

Weil auf dem Eiland im Vorfeld der Landesausstellung zum 125. Todestag von König Ludwig II. im Jahr 2011 größere Baumaßnahmen bevorstehen - so soll ein Teil des Schlosses zusätzlich für Ausstellungen geöffnet werden - befürchten nun einige Anrainer, dass die Belastung noch zunimmt.

Andererseits hat der Freistaat heuer eine neue Lastenfähre angeschafft, die weitaus größere Lkw übersetzen kann als der Vorgänger, so dass die Gesamtheit der Lasten auf weniger Brummis verteilt werden kann als bisher und auch Umladearbeiten an der Anlegestelle in Mühln wegfallen sollen.

Zwar ist die neue Fähre wegen eines technischen Defekts noch nicht im Einsatz, aber bis Anfang November soll der Schaden behoben sein.

Kürzlich hat sich Bürgermeister Hans Thalhauser mit Vertretern der staatlichen Schloss- und Gartenverwaltung sowie der Priener Polizei vor Ort getroffen, um die Lage zu besprechen. Auf Anregung der Polizei soll nun von Seiten der Gemeinde zeitnah die Beschilderung verbessert werden.

Um aber endgültige Klarheit über das wahre Ausmaß des Verkehrs zu bekommen, will die Gemeinde Breitbrunn mit einem Tempomessgerät die Zahl der Fahrzeuge erfassen. Weil das Gerät, das Gstadt und Breitbrunn gemeinsam gehört, aber defekt ist, wird das noch ein paar Wochen dauern. Ein neues Gerät, für das beide Kommunen jeweils 1300 Euro bezahlen müssen, sei bestellt, gab Thalhauser in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats im Rathaus bekannt.

Weil der Apparat nicht zwischen Lkw und Pkw unterscheiden kann, will die Kommune zusätzlich das Fahrtenbuch der Fähre einsehen, auf dem die Lkw verzeichnet werden, die zur Insel übersetzen.

Kritik an der staatlichen Verwaltung übten in der Sitzung Reinhard Bauer (FW/ÜWG) und Maria Therese Huber-Arpé (Bürgerliste). Nach ihrer Ansicht trage die freistaatliche Inselverwaltung zu wenig dazu bei, die Situation in Mühln zu verbessern.

db/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © dpa

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