Zwei Brücken über die Prien werden saniert

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Unter der Prienbrücke in Kaltenbach können diese Kühe jetzt noch ungestört ihren Durst stillen. Anfang August werden sich dort die Bauarbeiter ausbreiten, um das marode Bauwerk zu sanieren. 

Prien - An den Brücken über die Prien in Westernach und Kaltenbach hat der Zahn der Zeit genagt. Die beiden Bauwerke müssen in den nächsten Wochen saniert werden. In Kaltenbach ist dafür eine Vollsperrung nötig.

Die Brücke in Westernach markiert genau die Gemeindegrenze zwischen Prien und Rimsting. Deshalb werden sich die beiden Kommunen auch die Sanierungskosten von voraussichtlich 37000 Euro teilen.

Eigentlich wollte die örtliche Baufirma Scheck bereits Anfang vergangener Woche mit den Arbeiten beginnen. Aber der hohe Wasserstand der Prien ließ das nicht zu. Sobald das Wasser sinkt, soll es losgehen.

Autofahrer und Fußgänger werden von den Arbeiten nicht viel mitbekommen, denn fast alles wird sich unter der Brücke abspielen. Nur ein Kompressor muss auf dem Gehweg aufgestellt werden. Deshalb wird höchstens tageweise eine halbseitige Sperrung nötig werden, sagte Christian Fellner von der Bauverwaltung im Priener Rathaus nach einem Ortstermin mit Baufirma und Ingenieur.

Die Brücke über die Prien in Westernach war im April 1972 nach einjähriger Bauzeit ihrer Bestimmung übergeben worden. Im Laufe der Jahrzehnte sind so genannte Abplatzungen im Beton-Unterbau entstanden, die jetzt saniert werden müssen. Sie waren bei einer Prüfung entdeckt worden, die für Brücken in einem regelmäßigen Turnus vorgeschrieben sind. Solche Schäden entstehen, wenn im Winter Wasser in feine Risse im Beton eindringt und gefriert.

Während die Baufirma in Westernach darauf warten muss, dass sie loslegen kann, wird sie in Kaltenbach laut Fellner definitiv am 3. August mit der Sanierung beginnen. Die dortige Prienbrücke nutzt nämlich unter anderem der Schulbus, deshalb kann sie nur in den Ferien gesperrt werden.

85000 Euro nimmt der Markt Prien in die Hand, um das Bauwerk wieder auf Vordermann zu bringen. Es ist zwar nur zwei Jahre älter als das in Westernach, weist aber deutlich mehr Schäden auf. Stellenweise ragt sogar schon der Stahl aus dem Beton heraus. Weil die Brücke am Waldrand im Schatten liegt, ist es dort meist kühl und feucht. Deshalb verschleißt der Bau schneller.

Die Fachleute sprechen von so genannten Tausalz-Schäden. Der Fahrbahnbelag ist im Laufe der Jahrzehnte brüchig geworden und muss komplett erneuert werden. Außerdem muss fast der gesamte Beton-Unterbau saniert werden. Die Bauverwaltung im Rathaus rechnet mit einer Bauzeit von bis zu sechs Wochen. In Westernach soll die Maßnahme innerhalb von vier Wochen abgeschlossen werden - wenn die Prien sinkt und die Baufirma loslegen kann.

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