Alpen sind in Brüssel angelangt

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Die Referenten der "Transitects"-Veranstaltung in Brüssel: Hans Schuschnig, Hannes Sichert, Karl Fischer, Judith Artmann, Gesine Meißner, Hans Peter Göttler und Carlo Vaghi (von links).

Brüssel/Prien - Die Verkehrsprobleme im Alpenraum werden durch die Verkehrszuwächse immer größer. Mit dem Projekt "Transitects" wurden jetzt innovative Lösungen entwickelt.

Durch eine dreijährige Zusammenarbeit von vier Ländern und zwölf Regionen sowie mit Förderung der Europäischen Union (EU) im Rahmen des "Alpine Space"-Programms wurden im Projekt "Transitects" (Transalpine Transport Architects) unter Koordination des Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) Prien innovative Lösungen für den alpenquerenden Güterverkehr entwickelt.

Bei einem Erfahrungsaustausch zwischen Pat Cox, dem europäischen Koordinator für das Projekt "Eisenbahnachse Berlin-Palermo" und LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer hatte diese die Notwendigkeit festgestellt, die gewonnen Erkenntnisse den Verantwortlichen direkt in Brüssel vorzustellen.

Jetzt organisierten die italienischen Partner im Projekt "Transitects" einen Erfahrungsaustausch mit hochkarätigen Vertretern im europäischen Parlament - mit starker Unterstützung des bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums bei einem Empfang in der Vertretung des Freistaates bei der EU. Um gerade die spezielle Problematik der Alpen im weit entfernten Brüssel darzustellen wurde ein eigens angefertigter Film über das Projekt gezeigt.

In den Redebeiträgen von Ministerialdirigent Hans Peter Göttler, Leiter der Verkehrsabteilung im Bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium, Europaabgeordneter Gesine Meißner, Mitglied des Verkehrsausschusses und Herald Ruijters, Leiter des Referats Transeuropäisches Netzwerk, wurde die EU-Verkehrspolitik mit ihren aktuellen Ansätzen und Zielen geschildert und ihre Bedeutung für den Alpenraum dargestellt.

Mit verschiedenen Papieren der EU, wie dem sogenannten Weißbuch Verkehr oder der "Strategie Europa 2020" wird die Nachhaltigkeit im Güterverkehr gefordert. Projektpartner präsentierten konkrete Lösungen aus dem Projekt "Transitects", die zur Entlastung des Güterverkehrs auf der Straße beitragen sollen. Dazu berichteten Hannes Sichert vom Regionalverband Donau-Iller und Carlo Vaghi aus der Region Lombardei über die neuen Produkte für den kombinierten Verkehr zwischen Süddeutschland und den ligurischen ("NAPA-") Häfen - die Verbindung von Ulm nach Mortara.

Hans Schuschnig stellte für das Amt der Kärntner Landesregierung, das Konzept des "Premium Dry-Ports" in Villach-Fürnitz vor, das als Tor nach Mittel- und Osteuropa dienen soll. Die "NAPA"-Häfen fördern diesen Logistikstandort und haben das im Rahmen der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung mit Kärnten bekräftigt.

Moderiert wurde die Veranstaltung durch Judith Artmann vom federführenden Projektpartner, dem deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung.

"Wir sind sicher, dass wesentliche Erfahrungen aus dem Projekt jetzt in Brüssel angekommen sind und nun in vertiefenden Gesprächen weiter fortgesetzt werden"; bilanzierte LKZ-Chef Fischer nach der Präsentation.

re/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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