Ein Brunnen am Rottauer Kirchplatz

+
Eingerahmt von zwei Bänken präsentiert sich der neue Dorfbrunnen, der offiziell im Frühsommer 2010 eingeweiht wird. Das kleine Bild zeigt den neu gestalteten Rastplatz.

Rottau - Im Januar 2008 hatte die Allgemeine Einwohnerschaft Rottau beantragt, am Kirchplatz einige Neugestaltungen vorzunehmen verbunden mit dem Wunsch nach einem neuen Dorfbrunnen

Der Marktgemeinderat gab grundsätzliches grünes Licht, zum vorgelegten Entwurfsplan regte im vergangenen Januar die Rottauer Bevölkerung in einer Versammlung an, Granit anstelle von Holz (wie beim Vorgänger) zu verwenden. Die Idee, ein Stück der Kirchenmauer zu entfernen und zusammen mit dem Kirchenzugang einen gepflasterten Platz zu gestalten, auf dem der neue Brunnen errichtet wird, fand allgemeinen Anklang.

Die folgenden Gespräche mit der Kirchenverwaltung Rottau und Vertretern des Ordinariats, des Landratsamtes und des Landesamtes für Denkmalschutz ergaben, dass die Kirchenmauer bestehen bleibt (der Öffnung der Mauer zur Neugestaltung des Kirchenvorplatzes wurde erst später zugestimmt) und der Brunnen von der Kirchenmauer nach Westen in die Grünfläche wegzurücken ist.

Im März legte der Marktgemeinderat fest, dass sowohl der Standort des Brunnens als auch die Gestaltung mit den Rottauer Vereinsvorsitzenden abzusprechen ist. Das Ergebnis: Als Standort wurde der Platz zwischen den beiden Linden im westlichen Grünbereich gewählt, da er so im zentralen Blickfeld liegt, wenn man von der Hauptstraße kommt. Die Form des Brunnens sollte möglichst die örtliche Topografie - vorne die Rundung der Straße, rückseits der gerade Abschluss durch die Kirchenmauer - wiedergeben. Außerdem war den Rottauern wichtig, dass kein neu gemachter, serienmäßiger Granitbrunnen aufgestellt wird, sondern ein alter, mit Lebensspuren ausgezeichneter als Unikat.

Nachdem der geschäftsleitende Beamte Robert Höpfner beim Natursteinbetrieb Richter in Stephanskirchen einen in Frage kommenden Brunnen ausfindig gemacht hatte, wurde dieser von Bürgermeister Rudi Jantke und Rottauer Gemeinderäten für gut befunden. Zugleich wurden eine passende schlicht gehaltene Steinsäule und große Granitplatten für die Umpflasterung ausgewählt.

Der Brunnen wurde Anfang August geliefert und Mitte September in Betrieb genommen. Zwei vom Verkehrsverein Rottau aufgestellte Bänke seitlich des Brunnens geben dem Brunnen einen harmonischen Rahmen.

Der Brunnen wird wie auch sein Vorgänger mit Trinkwasser betrieben, um aber Wasser zu sparen nur tagsüber. Die Kosten für den Brunnen belaufen sich einschließlich aller Anschlüsse auf rund 8000 Euro, die feierliche Einweihung soll nach der Fertigstellung der Neugestaltungen am Kirchplatz, dem WC-Anbau und des vorgesehenen Veranstaltungsstadels im Frühsommer nächsten Jahres erfolgen.

Der neu gestaltete Rastplatz wurde mit Kleinsteingranit gepflastert sowie mit drei neuen Bänken, einem Tisch und einem Radständer ausgestattet. Als besonderer Anziehungspunkt kann der aufgestellte Granitquellstein gelten, der nicht zuletzt Rastsuchenden zur Erfrischung dient.

re/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Chiemsee

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser