Das Buch ist ein Renner

Herrenchiemsee - Absoluter Höhepunkt im vergangenen Jahr war für die Freunde von Herrenchiemsee die 50-Jahr-Feier mit Festgottesdienst und der Präsentation ihres neuen wissenschaftlichen Werks über Herrenwörth.

Dass sich die Monographie auch noch als "Bestseller" entpuppt hat, freute die Mitglieder in der Jahreshauptversammlung in der "Schlosswirtschaft" auf der Herreninsel ganz besonders.

In seinem Rückblick erinnerte Vorsitzender Dr. Friedrich von Daumiller an die 50-Jahr-Feier des Vereins: an das herrliche Wetter, an den stimmungsvollen musikalischen Rahmen, gestaltet von Sebastian Weyerer, und an "die wunderschöne Messe von Norbert Hauner", die Weyerer extra für den Gottesdienst aufbereitet hatte. Anlässlich des Jubiläums habe der Verein das neue wissenschaftliche Werk über die Herreninsel präsentiert - eine Monographie, die viel gelesen wird. "Nur noch 38 der insgesamt 500 Stück, die sich im Besitz des Freundeskreises befinden, sind überhaupt noch verfügbar", sagte von Daumiller.

Berichten konnte der Vorsitzende auch über einen Besuch beim neuen Präsidenten der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung, Bernd Schreiber. Der Verein sei vorstellig geworden, um sein besonderes Anliegen voranzutreiben: den ehemaligen Dom einer würdigen Nutzung zuzuführen. Zwar habe der Freundeskreis Gehör gefunden und von Schreiber auch die Zusage bekommen, dass etwas getan werden müsse und der Freundeskreis auch einbezogen werde. Aber dies alles brauche noch Zeit.

Mit der wohlwollenden Einschätzung bezüglich des neuen Präsidenten zeigten sich die Mitglieder einverstanden. Vor allem die Zusage der Zusammenarbeit beziehungsweise Einbeziehung nahmen sie positiv zur Kenntnis.

Viel Geduld wird auch das langjährige Ansinnen des Freundeskreises und ihres 2009 verstorbenen früheren Vorsitzenden Lorenz Kollmannsberger kosten: die Erhebung der Herreninsel mit Kloster, Königsschloss und dem geschichtsträchtigen Ort des Verfassungskonvents zum Weltkulturerbe. Bisherige Verhandlungen seien nicht von Erfolg gekrönt worden, sagte von Daumiller.

Über solide Finanzen berichtete Eberhard Abé, der Schatzmeister des Freundeskreises. So habe die Finanzierung der Monographie den Verein nicht in die roten Zahlen gestürzt. Beim Inventar - Gemälde, Bücher, Urkunden, Medaillen, Domglocke, Fassadenfiguren - belaufe sich das Vereinsvermögen auf 11.521 Euro.

In der Versammlung wurde auch die Problematik angesprochen, dass Karten für die Guttenberg-Konzerte auf der Herreninsel auch für Vereinsmitglieder nur schwer zu bekommen seien. Dabei seien diese Konzerte doch eigentlich von der Vereinigung initiiert worden, zitierte von Daumiller einen der Kritiker. Der Vorsitzende erklärte, dass er versuchen werde, einen Modus zu finden. Aus der Versammlung kam jedoch die Einschätzung, dass es überhaupt schwer sei, Karten zu erhalten.

Auch die nächsten Termine sprach der Vorsitzende an. So plant der Freundeskreis, im September Sankt Johann in Tirol und Bischofswiesen zu besuchen, da diese Ortschaften früher zum Bistum Chiemsee gehörten. Auch sei eine Fahrt ins Kloster Neustift angedacht, weil man dort noch die Atmosphäre eines lebendigen Augustiner-Chorherren-Stifts spüren könne.

daa/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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