Bürger fürchten Verkehrsproblem

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Eine endgültige Entscheidung, ob das Rathaus in Seebruck saniert und erweitert oder neu gebaut werden soll, wurde noch nicht getroffen. Ebenso steht noch nicht fest, ob die Touristinfo integriert werden soll.

Seeon-Seebruck - Sollte die Touristinfo in ein neues Rathaus in Seebruck integriert werden, sehen Bürger ein großes Verkehrsproblem auf den Ort zukommen.

Diese Sorge teilten mehrere Besucher bei der Bürgerversammlung im Restaurant "Hafenwirt" in Seebruck.

Nach Ansicht von Ex-Gemeinderat Franz Mayer würde der zusätzlich entstehende Verkehr ein Verkehrs- und Parkchaos auslösen. Wie berichtet, soll das Rathaus in Seebruck im Zuge der Verwaltungszusammenlegung als einheitlicher Standort saniert und erweitert werden.

Maier und seine Mitstreiter stellten nicht nur die Verkehrs- und Parksituation in Frage, sondern auch die spätere Nutzung des bestehenden Verkehrsamts-Gebäudes, sollte die dort ansässige Touristinfo von der Straße "Am Anger" in das neue Rathaus umziehen.

"Was passiert dann mit dem leeren Gebäude?", wollten die Skeptiker wissen. In Frage gestellt wurden auch die Vor- und Nachteile, die Touristinfo in das neue Rathaus zu integrieren. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das verwaltungsmäßige Vorteile hat", warf ein Besucher ein. Die Touristinfo sollte seiner Ansicht nach am bisherigen Standort verbleiben.

Noch ist aber nichts entschieden. Zunächst müssten alle Interessen abgewogen werden, betonte Gemeinderat Josef Daxenberger, der mit im engeren Planungs-Gremium sitzt. Wie er weiter mitteilte, habe sich der Gemeinderat dafür entschieden, einen Architektenwettbewerb auszuschreiben, der zugleich von einem Architektenbüro begleitet werde. Daxenberger: "Es muss alles gut überlegt und in die Zukunft gerichtet sein."

Auch Bürgermeister Konrad Glück versicherte, dass in jede Richtung diskutiert werde. "Zunächst sind alle Vor- und Nachteile abzuwägen, dann geht es ums Geld und dann um die Entscheidung." Im Falle einer Integrierung der Touristinfo, die nach Ansicht des Bürgermeisters arbeitstechnisch Vorteile bringen würde, müsste das Rathaus in jedem Fall von zwei Seiten angefahren werden können. Dies hätte zur Folge, dass ein Teilstück der bestehenden Einbahnstraße geöffnet werden müsste.

Bislang liegen noch keine konkreten Pläne vor, wie das Rathaus später einmal ausschauen soll. Zur Diskussion stehen eine Sanierung mit zusätzlichem Anbau oder alternativ ein vollständiger Neubau.

Wie mehrfach berichtet, hat sich der Gemeinderat für eine Verwaltungszusammenführung ausgesprochen und als Standort das bestehende Rathaus in Seebruck gewählt. Das Zeitfenster sieht vor, 2014 mit den Sanierungs- oder Neubauarbeiten zu beginnen.

Zum aktuellen Stand der geplanten Sanierung der Alzbrücke, die einen Zuhörer interessiert hätte, konnte Glück keine konkreten Aussagen machen. Der Bürgermeister versprach aber, im Straßenbauamt Traunstein nachzuhaken, wie es um die Planungen auch im Zusammenhang mit dem Chiemsee-Rundweg-Ausbau bestellt ist.

Der Hoffnung, in naher Zukunft von einer Ortsumgehung von Seebruck träumen zu können, musste der Bürgermeister ebenfalls eine Absage erteilen. Die Maßnahme, die seit Jahren im Brennpunkt steht, sei zwar im Ausbauplan angemeldet, über eine Realisierung werde derzeit offenbar aber nicht ernsthaft diskutiert.

ga/Chiemgau-Zeitung

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