50.000 Bürger mehr seit 1989

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Zuwächse von bis zu 48,5 Prozent in nur 20 Jahren: Die Bevölkerung im Landkreis Rosenheim nimmt weiter zu.

Rosenheim/Landkreis - Am kräftigsten hat Tuntenhausen zugelegt: von knapp 4700 Einwohnern im Jahr 1989 auf fast 7000 im Jahr 2009 - ein Plus von 48,5 Prozent.

Aber auch die anderen 45 Gemeinden im Landkreis Rosenheim hatten in den letzten 20 Jahren einen deutlichen Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen. So bleibt die Region eine der beliebtesten Wohngegenden Deutschlands.

Eine herrliche Landschaft, hoher Freizeitwert, gesunde wirtschaftliche Strukturen und die Nähe zu München: Das sind die Trümpfe, mit denen die Wachstumsregion Rosenheim bei vielen Zuzüglern sticht. Die Folge: ein kräftiger Zuwachs um 23,6 Prozent (fast 50.000 mehr) von knapp 201.000 Landkreisbürgern im Jahr 1989 auf 249.000 Ende 2009.

Wie die Grafik rechts zeigt, sind nicht nur die großen Städte und Gemeinden, die im Landkreis-Westen entlang der Mangfall eine Pendler-Achse nach München bilden, deutlich größer geworden. Auch im Norden, Osten und Süden herrschte in den Einwohnermeldeämtern viel Betrieb, besonders in Tuntenhausen, Aschau (+43 Prozent seit 1989), Eggstätt (+39,0) Bad Endorf (+38,6) und Prutting (+37,2), die um mehr als ein Drittel zugelegt haben.

Einzige "Ausreißer" sind die Mini-Gemeinde Chiemsee und Pfaffing, die laut Statistik an Einwohnern verloren haben. Doch für den "Aderlass" gibt es einfache Erklärungen.

Pfaffing bildete von 1978 bis 1993 zusammen mit Albaching eine Einheitsgemeinde, vor 20 Jahren wurden die Albachinger deshalb noch mitgezählt. Auf der Fraueninsel schlossen die Klosterschulen in den 90er-Jahren. Bis dahin waren die Schüler mit ihrem Erstwohnsitz der Gemeinde Chiemsee zugerechnet worden.

Rosenheim, nach Schweinfurt die von der Fläche her zweitkleinste kreisfreie Stadt Bayerns, weist im Vergleich zu den Umlandgemeinden ein eher bescheidenes Bevölkerungswachstum auf. Dort ist Baugrund knapp und teuer. Zuletzt lag die Einwohnerzahl bei knapp 60.000, im Jahr 2000 waren es 58.900 und 1994 noch 58.600.

ls/Oberbayerisches Volksblatt

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