Bürgerentscheid: Chiemseestraße gewinnt

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Bernau - 131 Stimmen mehr für den Standort Chiemseestraße: Ein Bürgerentscheid hat am Sonntag endlich die lange Diskussion um den neuen Rathausstandort beendet.

"Ich bin sehr erfreut!" So die erste Reaktion von Bürgermeister Klaus Daiber gegenüber Rosenheim24. "Wir wollen uns jetzt schnell an einen Zeitplan machen, damit das neue Rathaus so rasch es geht umgesetzt werden kann!"

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Das Ergebnis ist zwar knapp, aber eindeutig: 1249 Bürger haben für den Standort Chiemseestraße gestimmt, 1118 für die Aschauer Straße. Das bedeutet: 24,8 Prozent gegen 22,3 Prozent. Das neue Rathaus wird jetzt also endgültig am Standort Chiemseestraße gebaut werden. Die Wahlbeteiligung war mit nicht mal 50 Prozent relativ niedrig. "Aber mit sowas haben wir schon gerechnet", so Bürgermeister Daiber.

Zufrieden mit dem Ausgang ist natürlich auch die Bürgerinitiative "Pro Chiemseestraße". "Wir haben lange für eine positive Entwicklung der Ortschaft gekämpft und sind froh, dass die Mehrheit der Bürger unserer Meinung ist," so Stephan Hartl. "Der Standort Chiemseestraße hat Zukunftspotential." Jetzt hoffe Hartl, dass mit der gegnerischen Bürgerinitiative "Neues Rathaus zum halben Preis", die lieber an der Aschauer Straße gebaut hätte, künftig ein sinnvoller Dialog möglich sei. "Es sind ja noch nicht alle Fragen geklärt. Wie das Rathaus beispielsweise aussehen soll, darüber würden wir gerne mit den anderen zusammen arbeiten," so Hartl.

Bürgermeister Klaus Daiber im Interview bei Radio Charivari:

O-ton

Max Herrmann von "Rathaus zum halben Preis" äußerte gegenüber Rosenheim24 ähnliche Hoffnungen. "Die Bürger haben entschieden und das akzeptieren wir jetzt auch so. Das ist Demokratie und somit völlig in Ordnung." Seiner Initiative sei es vor allem darum gegangen, den Bürgern nochmal eine Entscheidungsmöglichkeit zu geben und die - ihrer Meinung nach - eindeutigen Vorteile des Standorts Aschauer Straße nahe zu bringen. "Wenn die Entscheidung dann trotzdem auf die Chiemseestraße fällt, soll es so sein. Ehrlich gesagt bin ich jetzt auch erleichtert, dass es endlich vorbei ist," gibt Herrmann zu. Fast mehr als der Wahlausgang enttäusche ihn aber die geringe Wahlbeteiligung. "Wenn man schon mal die Möglichkeit hat, mitzubestimmen, sollte man die eben auch ergreifen. Wir haben uns ja auch eine riesen Mühe gemacht. Eine solche Rückmeldung ist dann doch schade," so Herrmann.

ds

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Montag auch in der Chiemgau-Zeitung.

Quelle: rosenheim24.de

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