Uferspitz: Folgt jetzt der Bürgerentscheid?

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Von Links: Roland Hinke, Initiator der Bürgerinitiative und Bürgermeister Klaus Daiber bei der Übergabe der Unterschriften.

Bernau - Hunderte Bernauer haben sich an der Unterschriftenaktion gegen das geplante Gastronomie-Gebäude am Uferspitz beteiligt. Ein Bürgerentscheid wird immer wahrscheinlicher.

Über 700 Unterschriften haben die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) "für ein unverbautes Chiemseeufer" vor knapp drei Wochen an Bernaus ersten Bürgermeister Klaus Daiber übergeben. Mit dem Bürgerbegehren wollten sie ein Zeichen gegen den Bau des geplanten Gastronomie-Gebäudes am Uferspitz in Bernau setzen. Mit-Initiator der BI, Sepp Genghammer, meinte damals: "Es gibt sowieso nur noch wenige freie Uferflächen. Und daher sind wir der Meinung, dass die restlichen Flächen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollen."

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Die Gemeinde hat mittlerweile die Unterschriften geprüft. Bürgermeister Daiber: "Wir müssen jetzt am Donnerstagnoch zwei Sachen in der Gemeinderats-Sitzung besprechen. Aber es sieht so aus, dass das Bürgerbegehren genehmigt wird." Damit könnte Bernau dann bald ein Bürgerentscheid zum Thema "Bebauung am Uferspitz" ins Haus stehen. Drei Monate habe man Zeit, um einen solchen Entscheid anzuberaumen.

Für Daiber ist die erneute Diskussion um den Uferspitz aber nicht nachvollziehbar. Bereits vor sechs Jahren, als die ersten Pläne auf den Tisch kamen, hatte die Unterschriftenaktion gegen das Projekt begonnen. Als das Thema jetzt erneut aufkam, führte die BI diese Petition von damals einfach fort. Laut Daiber seien aber die Voraussetzungen bei den ersten Plänen zur Bebauung des Uferspitzes komplett anders gewesen. Damals sollte direkt am Spitz gebaut werden. "Dass das viele als Störung empfunden haben, verstehe ich", so der Bürgermeister. Bei den neuen Plänen sei dies aber anders. "Auch mit dem neuen Gebäude kann am Uferspitz noch gebadet werden und man kann davor und dahinter noch vorbeigehen."

ps/red

Quelle: rosenheim24.de

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