"Flair vom Uferspitz geht verloren"

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Von Links: Roland Hinke, Initiator der Bürgerinitiative und Bürgermeister Klaus Daiber bei der Übergabe der Unterschriften.

Bernau - Über 700 Unterschriften hat die Bürgerinitiative heute eingereicht, um gegen das geplante Gastronomie-Gebäude vorzugehen. Doch folgt jetzt auch ein Bürgerentscheid?

Am Uferspitz in Bernau, wo derzeit noch ein Kiosk sein Geschäft betreibt, könnte vielleicht bald ein neues Gastronomie-Gebäude entstehen. Doch den Mitgliedern der Bürgerinitiative (BI) "für ein unverbautes Chiemseeufer" ist dieser Plan ein Dorn im Auge. Laut dem Mit-Initiator der BI, Sepp Genghammer, werde dadurch das Flair des Uferspitzes verloren gehen. "Es gibt sowieso nur noch wenige freie Uferflächen. Und daher sind wir der Meinung, dass die restlichen Flächen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollen." Weiter befürchten die Mitglieder der Bürgerinitiative, dass es durch den zusätzlichen Lieferverkehr zu einer Kollision der Verkehrsinteressen in diesem Bereich kommen könnte.

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Bereits vor sechs Jahren hatte die Gemeinde schon einmal über die Bebauung des Uferspitzes nachgedacht. Allerdings sahen die Pläne damals so aus, dass direkt am Spitz gebaut werden sollte. "Dass das viele als Störung empfunden haben, verstehe ich", erklärt Bürgermeister Klaus Daiber. "Aber jetzt sehen die Voraussetzungen anders aus. Auch mit dem neuen Gebäude kann am Uferspitz noch gebadet werden und man kann davor und dahinter noch vorbeigehen." Er könne daher auch das neuerliche aufflammen des Bürgerbegehrens nicht nachvollziehen.

Hier soll das neue Gastronomie-Gebäude entstehen.

Zeitgleich mit den Bebauungsplänen vor sechs Jahren startete auch die Unterschriftenaktion, die jetzt zum Abschluss kam: Denn als die neuen Pläne mit dem Gastronomie-Gebäude auftauchten, knüpfte die Bürgerinitiative einfach daran an. Am Donnerstag nun überreichten die Mitglieder der BI ihre Petition mit insgesammt 752 Unterschriften an den Bürgermeister. Doch genau dieser lange Zeitraum, in dem die Unterschriften gesammelt wurden, könnte für die BI zum Problem werden. Denn einige der Bürger, die ihr Autogramm bereits vor sechs Jahren unter die Petition gesetzt haben, könnten heute bereits umgezogen oder verstorben sein. Die Gemeinde hat jetzt vier Wochen Zeit, um genau das zu prüfen. Daiber: "Falls mit dem Bürgerbegehren alles in Ordnung ist, müssen wir innerhalb von drei Monaten einen Bürgerentscheid anberaumen."

ps/red

Quelle: rosenheim24.de

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