Bürgermeister Georg Schützinger stellte sich den Bürgerfragen

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Grabenstätt - Viele Themen wurden angerissen, als sich Bürgermeister Georg Schützinger den Fragen der Bürger stellte. Vom Hundeklo über wildes Parken bis zum Heizwerk - alles war dabei.

Nach seinem Rechenschaftsbericht in der Bürgerversammlung im Gasthaus "Zur Post" eröffnete Bürgermeister Georg Schützinger die Diskussion mit einem schriftlich eingereichten Anliegen von Sabine Krämer. Sie verwies auf das "Ärgernis freilaufender Hunde" und wünschte sich eine "Leinenpflicht wie am Tüttensee". Schützinger verwies auf eine bestehende Verordnung, "nach der große Hunde mit einer Schulterhöhe ab 50 Zentimetern an einer reißfesten und maximal drei Meter langen Leine geführt werden müssen". Kontrollen wären allerdings in der Praxis nur schwer durchzuführen.

Eine Frage zur "Tempo-30-Zone" in der Nickelbergstraße beantwortete Schützinger mit den Worten, "die förmliche Anordnung wurde erlassen und die Aufstellung der bereits gelieferten Schilder erfolgt in den nächsten Tagen".

Hinsichtlich einer Erweiterung des Gemeindefriedhofs "besteht in den nächsten Jahren die Möglichkeit, dass wir eine entsprechende Urnenwand erstellen", so Schützinger. Eine andere Wortmeldung bezog sich auf den Obelisk auf dem alten Friedhof, dessen Beschriftung kaum mehr zu lesen sei. Dies läge aber in der Zuständigkeit der Pfarrei, gab Schützinger zu bedenken.

Auch das "wilde Parken" auf dem sanierten Parkplatz bei Hagenau wurde von einem Bürger angesprochen. Er werde dies an das Straßenbauamt weiterleiten, sicherte der Erste Bürgermeister zu und stellte eine "mögliche Beschilderung" in Aussicht.

Beim Thema "Hundeklos" mokierte sich ein Besucher darüber, dass die vorhandenen Hundekotbeutel zwar verwendet, aber dann häufig in der Wiese liegengelassen würden. Der aufgeschüttete Mittelgang im neuen Friedhof sei zudem so tief, dass ältere Menschen mit ihren Rollatoren kaum vorankämen.

Kurt Luft ärgerte sich über die "Dauerparker" am Kriegerdenkmal. Hier gelte es in erster Linie an die "Vernunft und Lernfähigkeit der Bürger" zu appellieren, gab sich Schützinger zurückhaltend.

Sigi Gärtner beklagte sich in diesem Zusammenhang über das "Verkehrsproblem am Kriegerdenkmal", das durch die beschränkte Sicht hervorgerufen werde. Ein Blumenkasten könnte die Leute vom Parken abhalten, so Gärtner. Ein solcher müsse aber auch von der Optik und Größe was hermachen, erwiderte Schützinger, doch dann wäre die "Übersichtlichkeit ja ständig eingeschränkt".

Es fehlt schlichtweg das nötige Geld

Als der seit Jahren angeregte Bau eines Kreisverkehrs am nördlichen Ortseingang nahe des Gasthauses "Chiemseebräu" zur Sprache kam, dämpfte Schützinger die Erwartungen auf eine baldige Realisierung, denn "ohne Zuschuss macht das derzeit kein Straßenbauamt und kein Landkreis", es fehle schlichtweg das nötige Geld.

Der Erste Vorstand des TSV Grabenstätt, Roman Metzner, bedankte sich für die bisher geleistete Unterstützung beim Bau der Turn- und Mehrzweckhalle. "Viele Hände bereiten der Arbeit ein schnelles Ende", blickte Metzner optimistisch in die Zukunft.

Schützinger sicherte abschließend zu, dass "wir auch das Heizwerk und die Fernwärmeversorgung unter Dach und Fach bringen müssen", denn "der große Heizölverbrauch hilft nur dem Scheich, wir wollen aber Wertschöpfung vor Ort" und das könne mit Hackschnitzeln aus heimischen Wäldern garantiert werden.

mmü/Chiemgau Zeitung

Rubriklistenbild: © pa

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