Gstadt: Busparkplätze gestrichen

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Einen Parkplatz auf dem ehemaligen Campingplatz in Gstadt will die Gemeinde errichten.

Gstadt - Abgespeckt hat die Gemeinde Gstadt ihre Planung für den Parkplatz auf dem ehemaligen Campingplatz in der Ortsmitte.

Um die Kosten zu senken, verzichtet sie nun auf die Errichtung von Stellplätzen auch für Busse. Insgesamt will sie nun 76 Parkplätze schaffen.

Die geschätzten Kosten verringern sich von 170000 auf rund 105000 Euro. In seiner jüngsten Sitzung billigte der Gemeindrat die neue Planung. Erläuterungen kamen von Landschaftsarchitekt Robert Haidacher.

Der Gemeinderat hatte einen Grundsatzbeschluss gefasst, auf dem ehemaligen Campingplatz in der Ortsmitte einen Parkplatz zu schaffen. Mit ihm will die Kommune "Spitzen" in der Parkplatzbelegung des Ortes im Sommer und zu Zeiten des Christkindlmarktes auf der Fraueninsel entschärfen, aber auch der starken Nachfrage nach Parkplätzen für Wohnmobile gerecht werden.

In der neuen Planung verzichtet die Gemeinde auf die bislang vorgesehenen Busparkplätze entlang der Grundstücksgrenze. Sie könnten jedoch später hinzugefügt werden, erklärte Heidacher.

Geplant sind seinen Angaben zufolge keine großen baulichen Veränderungen. Haidacher sagte, dass der Unterbau für den Parkplatz im Wesentlichen allein durch eine Geländeangleichung mit Kies entstehe - und zwar um Kosten zu sparen. Die Fahrzeuglasten der Pkw sollen über ein Gittergewebe, das im Boden verankert und mit Rasen durchwachsen ist, verteilt werden. Eine Entwässerung über Sinkkästen ist nicht vorgesehen. Das Regenwasser soll stattdessen in Geländemulden aufgefangen und langsam dem Untergrund zugeführt werden.

Die Planung sehe insgesamt 76 Plätze vor, so Haidacher. Darunter seien vier Behindertenparkplätze und neun für Wohnmobile.

Ob Busse den Parkplatz befahren können, ist noch zusammen mit einem ortsansässigen Unternehmer zu prüfen. Auf Anregung von Dominik Schneider (Freie Wählergemeinschaft) wird das im Norden am Schmiedweg geplante Eingangstor vorläufig nicht gebaut. Die Zufahrt wird weiter auch von dieser Seite möglich sein, auch wenn die Hauptzufahrt grundsätzlich vom Ort, von der Breitbrunner Straße, erfolgt.

Bürgermeister Bernhard Hainz betonte, dass das Gelände ein "Multifunktionsplatz" bleibe und auch für andere Veranstaltungen wie eine Zeltwoche zur Verfügung stehe. Einen Vorteil sah Hainz im gemeindlichen Parkplatz darin, dass Kurgäste der Gemeinde, so aus Gollenshausen, bisher keine Möglichkeit hatten, in Gstadt kostenlos zu parken. Ihnen werde künftig die Gebühr für das Parken in der Tourist-Info zurückerstattet.

th/Chiemgau-Zeitung

Quelle: rosenheim24.de

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