40 Wasserwachtler überwachen die Schwimmer

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Ein Großaufgebot von BRK-Rettungskräften - sowohl von der Wasserwacht des Roten Kreuzes, als auch vom Rettungsdienst – sind während des Chiemsee Triathlons am Sonntag im Einsatz, um verletzte oder erschöpfte Sportler zu versorgen. Während der Schwimmstrecke, die von Chieming aus in Richtung Herreninsel startet, sind sieben Boote von verschiedenen Wasserwachs-Ortsgruppen im Einsatz.

Chiemsee - Mit wachsamen Augen werden am Sonntag mehr als 80 Einsatzkräfte des BRK den Chiemsee-Triathlon beobachten.

Über 800 Athleten messen sich im Schwimmen, Radfahren und Laufen. Um möglichst überall etwa bei Unfällen und Erschöpfungszuständen sofort zur Stelle zu sein, planen die Verantwortlichen des Traunsteiner Kreisverbandes des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) ihren Einsatz zusammen mit dem Veranstalter seit vielen Monaten. Inzwischen sind die Vorbereitungen abgeschlossen und die Mitglieder der Wasserwacht haben zwei Übungen absolviert, um das Zusammenspiel der vielen Ehrenamtlichen zu trainieren.

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Bei Christian Ellmaier, dem technischen Leiter der Wasserwacht Chieming, laufen am Sonntag alle Fäden für die Rettungskräfte am Wasser zusammen, denn er wird als „Einsatzleiter-Wasserrettungsdienst“ über 40 Wasserwachtler koordinieren. Dazu zählen „Einsatzabschnittsleiter“, die für bestimmte Streckenabschnitte zuständig sind, Bootstrupps, Taucher sowie Wasserretter, die auf einem Rettungsbrett die Schwimmer begleiten. Allein sieben Rettungsboote von den Wasserwachten Chieming, Seebruck und Obing sind im Einsatz. Die speziell ausgebildeten Wasserretter kommen unter anderem von den Wasserwachts-Ortsgruppen Bergen und Tengling. „Das Schwierigste wird der Start der Schwimmer sein“, so Ellmaier, denn hunderte von Sportlern gehen gleichzeitig ins Wasser.“ Aufmerksam beobachten werden die Wasserwachtler auch das letzte Stück der Schwimmstrecke, „denn so manchen Teilnehmer könnten hier die Kräfte verlassen.“

Rettung über den Wasserweg

Ist das Schwimmen beendet, wird Christian Ellmaier mit einem Teil seiner Mannschaft zusammen mit dem Rettungsdienst an Land die Laufstrecke beobachten, die meist direkt am See entlang führt. Sollte es hier zu Rettungseinsätzen kommen, wollen die Wasserwachtler Verletzte zunächst über den Wasserweg transportieren, da Chieming weiträumig abgesperrt ist. Für ihn sind die Planungen für den Chiemsee Triathlon eine Herausforderung, denn noch nie haben die Wasserwachten am Chiemsee eine Großveranstaltung dieser Art begleitet. „Es ist eine tolle Aufgabe und ich habe ein gutes Gefühl.“

Ähnlich empfindet es Martin Steiger, Leiter der BRK-Bereitschaft Traunstein, der den Einsatz der Rettungskräfte an Land koordiniert. Sie werden vor allem die Radfahrer und Läufer begleiten und im Notfall möglichst schnell zur Stelle sein. Dafür stehen an die 40 ehrenamtliche Helfer aus den BRK-Bereitschaften Traunstein, Siegsdorf, Grassau, Reit im Winkl sowie Helfer aus den BRK-Kreisverbänden Berchtesgaden und Altötting, drei Notärzte und ein Funkbus zur Verfügung. Entlang der Laufstrecke postieren sich zwei Rettungstransportwägen sowie ein Quad- ein kleines Allradfahrzeug. Drei Rettungstransportwägen, ein Quad und ein Motorrad halten sich an der Radstrecke bereit, um Verletzten sofort beistehen zu können.

Unfallhilfsstelle im Zielbereich

Im Zielbereich ist eine zentrale Unfallhilfsstelle aufgebaut, die aus zwei Zelten besteht und wie eine kleine Ambulanz ausgestattet ist. Hier stehen den Ärzten und Helfern verschiedene Notfallausstattungen zur Verfügung, wie Beatmungsgeräte und EKG. Geplant ist, so Martin Steiger, dass sich sämtlich BRK-Fahrzeuge zum Ende des Triathlons in den Zielbereich zurückziehen, „da hier für uns der schwierigste Teil sein könnte, wenn etwa Sportler wegen Überanstrengung zusammenbrechen.“

Pressemitteilung BRK Traunstein

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