Malerische Kulisse zum Geburtstag

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Einen malerischen Blick konnten die geladenen Gäste von der "MS Edeltraud" auf einen der schönsten Teile des Gebiets genießen, das zum Chiemgau Tourismus gehört.

Seebruck/Chiemsee - 180 geladene Gäste feierten in Seebruck den 100. Geburtstag des Chiemgau Tourismus. Mit der "MS Edeltraud" ging es auf Fahrt auf den Chiemsee.

Ein fast wundersames "Wetterfenster" hatte sich rechtzeitig zwischen zwei Regengebieten aufgetan, als rund 180 geladene Gäste in Seebruck das größte Schiff der Feßler-Flotte, die "MS Edeltraud", bestiegen, um den 100. Geburtstag des Chiemgau Tourismus zu feiern.

Scheinbar wollten sich auch der Chiemsee und die Chiemgauer Berge an diesem besonderen Ehrentag von ihrer schönsten Seite präsentieren, denn sie bildeten im klaren Abendlicht eine malerische Kulisse.

Das Festprogramm begann bereits auf dem Seebrucker Dampfersteg, wo die verkleideten Künstler Rigol (Emmeran Heringer) und Torf (Stefan Pillokat) die Besucher auf Stelzen wandelnd in Empfang nahmen. Als es unter den stimmungsvollen Klängen der Leonharder Musikanten an Bord ging, richteten sich die Blicke auf das römische Flusskriegsschiff "Victoria", das in der Seebrucker Bucht seine Kreise zog.

Nachdem die "Edeltraud" kurz darauf selbst in See gestochen war, lobte Landrat Hermann Steinmaßl im Beisein seines Amtsvorgängers Jakob Strobl und einiger Bürgermeister die Leistungen des Chiemgau Tourismus, der seit jeher alles dafür tue, dass sich die Gäste "bei uns wohl fühlen". Die Vergangenheit sei gut gewesen und "auch in Zukunft wird es so weitergehen", zeigte sich Steinmaßl überzeugt.

"Von einem großen Tag für den Chiemgau Tourismus" sprach dessen Geschäftsführer Michael Lücke. Der Zusammenhalt und das Miteinander hätten schon vor 100 Jahren eine große Rolle gespielt und daran habe sich im regionalen Tourismus bis heute nichts geändert, betonte Lücke und verwies auf die Symbolik, dass "wir heute mit unseren Partnern, den benachbarten Tourismusverbänden, Bürgermeistern, Hoteliers und vielen anderen in einem Boot sitzen".

Die einprägsamen Klänge der Chieminger Blasmusik waren am Chieminger Dampfersteg gerade verstummt, als die "Edeltraud" gen Westen der untergehenden Sonne entgegensteuerte und Rigol und Torf als akrobatische "Brüder Karamasow" brillierten. Zur Erheiterung der verblüfften Gäste "outeten" sie sich mit dem letzten Satz als waschechte Oberbayern: "Des Ganze kennts a auf Boarisch buchen."

Was die kongenialen Künstler humoristisch, mimisch und gestisch draufhaben, zeigten sie auch mit dem Stück "Beim Doktor", bei dem der Patient zum Arzt und der Arzt zum Patienten mutierten.

Während ein Teil der Gäste an den festlich geschmückten Tischen speiste, sich an den Showeinlagen erfreuten oder an der Bar amüsierten, genossen andere den sommerlichen Abend an Deck und ließen sich in gemütlicher Runde den Fahrtwind ins Gesicht blasen.

Als die "Edeltraud" gegen 23 Uhr nach mehreren Inselumrundungen wieder in Seebruck eingetroffen war, verabschiedeten die Leonharder Musikanten die gut gelaunten Gäste klangvoll von Bord. Dass es dabei zu tröpfeln begann, war allen egal, denn das besagte Wetterfenster hatte seinen Dienst mehr als erfüllt.

Für das leibliche Wohl zeichnete Franz Tanner vom Landhaus Tanner in Waging verantwortlich, der mit seiner Frau Steffie und seinen Mitarbeitern ein Buffet "aus vielen regionalen Produkten" zubereitet hatte.

mmü/Chiemgau-Zeitung

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