Am Samstag in Chieming

Etwa 100 Menschen bei Mahnwache „Für Demokratie und Aufklärung“

Am Samstag versammelten sich einige Demonstranten in Chieming zu einer Mahnwache.
+
Am Samstag (20. März) versammelten sich einige Demonstranten in Chieming zu einer Mahnwache.

Eine Mahnwache „für Demokratie und Aufklärung“ fand am Samstagnachmittag bei Aprilwetter zwischen kurzem Sonnenschein und intensivem Schneegestöber für zwei Stunden auf dem großen Parkplatz nahe der Mutter-Kind-Klinik statt.

Chieming - Eigentlich sollte es ein Fahrrad-Korso rund um den Chiemsee werden, doch aufgrund der damit verbundenen Maskenpflicht durch das genehmigungspflichtige Landratsamt wurde Chieming als Ort einer Mahnwache von den Veranstaltern gewählt. Vor Corona wurden am Chiemseeparkplatz neben der Aussichtskanzel zu dieser Jahreszeit Flohmärkte abgehalten. Deshalb hielten einige neugierige Spaziergänger am Chiemseerundweg die Informationsstände der Initiative „Chiemgau-Ruperti-steht-auf“ aus der Ferne zunächst irrtümlich für Flohmarktzelte.

Aus Sicherheitsgründen war die Veranstaltung durch die Genehmigungsbehörde des Landratsamtes kurzfristig noch von der Markstatt im Ortszentrum weg verlegt worden. Initiatorinnen der Veranstaltung waren mit Irmi Hallweger, Sigrid Röhrl, Burghilde Lankes und Gesa Hetke vier Frauen aus dem Landkreis, die es für wichtig erachten, in Zeiten von Corona „nach Wahrheit, Frieden und Freiheit in der Gesellschaft“ zu suchen.

Dementsprechend waren auch verschiedene Tafeln und die Bekleidung und Accessoires einiger Teilnehmer ausgerichtet, die beim Betrachter das Bild einer Mischung aus Polit-Demo und Faschings-Darbietung erzeugte. Fasching deshalb, weil die Anwesenden durchwegs Corona-Maskenträger waren, die durch ihre Veranstaltung die derzeit existierende Pandemie-Welt mit ihrer Veranstaltung offensichtlich demaskieren wollten.

Mahnwache „Für Demokratie und Aufklärung“ am Samstag in Chieming

Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Norbert Dietze aus Traunreut ist ein bekennender Maskenverweigerer, er erhielt schließlich von der Polizei einen Platzverweis.
Norbert Dietze aus Traunreut ist ein bekennender Maskenverweigerer, er erhielt schließlich von der Polizei einen Platzverweis. © zaa
Norbert Dietze aus Traunreut ist ein bekennender Maskenverweigerer, er erhielt schließlich von der Polizei einen Platzverweis.
Norbert Dietze aus Traunreut ist ein bekennender Maskenverweigerer, er erhielt schließlich von der Polizei einen Platzverweis. © zaa
Die Dame mit dem Schild „Die Wahrheit kommt ans Licht“ wollte namentlich nicht genannt sein, sie gab an, ihr Masken-Befreiungsattest vergessen zu haben, deshalb wurden ihre Personalien von der Polizei aufgenommen.
Die Dame mit dem Schild „Die Wahrheit kommt ans Licht“ wollte namentlich nicht genannt sein, sie gab an, ihr Masken-Befreiungsattest vergessen zu haben, deshalb wurden ihre Personalien von der Polizei aufgenommen. © zaa
Die Dame mit dem Schild „Die Wahrheit kommt ans Licht“ wollte namentlich nicht genannt sein, sie gab an, ihr Masken-Befreiungsattest vergessen zu haben, deshalb wurden ihre Personalien von der Polizei aufgenommen.
Die Dame mit dem Schild „Die Wahrheit kommt ans Licht“ wollte namentlich nicht genannt sein, sie gab an, ihr Masken-Befreiungsattest vergessen zu haben, deshalb wurden ihre Personalien von der Polizei aufgenommen. © zaa
Die Dame, die namentlich nicht genannt sein möchte, konnte gegenüber dem polizeilichen Einsatzleiter ein ärztliches Attest bezüglich Maskenbefreiung aufweisen. Trotz Vorerkrankungen möchte sie sich nicht gegen Covid 19 impfen lassen.
Die Dame, die namentlich nicht genannt sein möchte, konnte gegenüber dem polizeilichen Einsatzleiter ein ärztliches Attest bezüglich Maskenbefreiung aufweisen. Trotz Vorerkrankungen möchte sie sich nicht gegen Covid 19 impfen lassen. © zaa
Die Dame, die namentlich nicht genannt sein möchte, konnte gegenüber dem polizeilichen Einsatzleiter ein ärztliches Attest bezüglich Maskenbefreiung aufweisen. Trotz Vorerkrankungen möchte sie sich nicht gegen Covid 19 impfen lassen.
Die Dame, die namentlich nicht genannt sein möchte, konnte gegenüber dem polizeilichen Einsatzleiter ein ärztliches Attest bezüglich Maskenbefreiung aufweisen. Trotz Vorerkrankungen möchte sie sich nicht gegen Covid 19 impfen lassen. © zaa
Die Dame, die namentlich nicht genannt sein möchte, konnte gegenüber dem polizeilichen Einsatzleiter ein ärztliches Attest bezüglich Maskenbefreiung aufweisen. Trotz Vorerkrankungen möchte sie sich nicht gegen Covid 19 impfen lassen.
Die Dame, die namentlich nicht genannt sein möchte, konnte gegenüber dem polizeilichen Einsatzleiter ein ärztliches Attest bezüglich Maskenbefreiung aufweisen. Trotz Vorerkrankungen möchte sie sich nicht gegen Covid 19 impfen lassen. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming.
Am Samstag trafen sich Demonstranten zu einer Mahnwache in Chieming. © zaa

Auf einem Kind großen Erdball waren weltweit Länder und Städte markiert, die sich der „World Wide Demonstration“ am 20. März anschlossen – so sollte die Veranstaltung in Chieming eine weltweite Verbindung mit anderen Corona-Demokraten und -Aufklärern haben. Auf einem Essenstisch mit dem Schild „Söders neue Normalität“ war neben einem Corona Bier und einer Impfspritze eine Speisekarte „Zum Spahn-Merkel“ mit erweiterten AHA-Regeln ausgelegt. Auch ein Bierzelt „Bayerische Gmiadlichkeit“ war da, mit dem Hinweis „nur du gehst no ob“.

Die Veranstaltung sollte den Besuchern ein Forum schaffen, um die gegenwärtige außerordentliche Corona-Lage im Dialog zwischen den Bürgern besprechen zu können, und um kritisch darauf aufmerksam zu machen, dass dem Empfinden der meisten Mahnwachen-Teilnehmer nach im Moment die Demokratie nicht mehr dieselbe ist, wie sie jene Volksherrschaft vor der Pandemie schätzten. Norbert Dietze aus Traunreut trug am Revers seiner Jacke einen Zettel „Grundgesetz“ mit verschiedenen Grundrechtsartikeln, in denen Grundfreiheiten beschrieben sind. „Für mich gibt es zwar Corona, aber keine Pandemie“, sagte Dietze. Weil er partout seine FFP2-Maske nicht tragen wollte, die ebenfalls an seiner Brust hing, versehen mit der Aufschrift „Körperverletzung“, geheftet an einen Buttom mit der Aufschrift „Gemeinsam für eine bessere Zukunft“ erhielt er von der Polizei schließlich einen Platzverweis und musste das Gelände verlassen.

Die Veranstaltung wurde von acht Polizeibeamten überwacht, die inklusive zufällig vorbei gekommener Spaziergänger etwa 100 „Demonstranten“ gegenüber standen. Der Einsatzleiter war mit dem Ablauf der Veranstaltung insgesamt „recht zufrieden“, wenngleich die Polizisten mehrere Maskenverweigerer dazu ermahnen mussten, ihre Masken ordnungsgemäß zu tragen, oder den Ort zu verlassen. Die Abstandsregel von 1,50 Metern schien weniger gewichtig, ein „Schreier“, der die Polizisten dazu aufforderte, doch endlich die Seite zu wechseln, und ihr Amt „nicht der aufkommenden Diktatur der Hitler-Zeit zu opfern“ ließ den polizeilichen Einsatzleiter kalt: „So etwas muss unsere Demokratie aushalten“, sagte der Erste Polizeihauptkommissar. Auch zwei Hunde wurden von der Mahnwache samt ihrer Herrchen ausgeschlossen, weil Tiere für eine solche Veranstaltung nicht zugelassen sind.

Die Hauptverantwortliche der Veranstaltung, Irmi Hallweger (52) aus Inzell, Mutter von zwei Kindern im Alter von 12 und 14, macht sich Sorgen, dass ihre Kinder und manche mittelständische Betriebe die Corona-Krise nicht schadlos überstehen könnten. „Viele Menschen werden aufgrund der unverhältnismäßigen politischen Maßnahmen derzeit an den Rand ihrer Existenz gebracht oder psychisch nachhaltig geschädigt“, sagt die Inzellerin, die in der Behindertenarbeit beruflich tätig ist und die Veranstaltung per Megafon-Durchsagen eröffnete und beendete. Dies unterstrich auch eine anwesende Ärztin, die namentlich nicht genannt sein will, weil sie sich dadurch beruflichen Sanktionen ausgesetzt sähe. Aus ihrer Sicht sind die „übermäßig angewandten“ PCR-Tests „weder ein Infektionsnachweis noch ein Ansteckungs-Indikator“.

Zudem sei die Erfassung der mit der Testung verbundenen Abgabe von DNA-Material als datenschutzrechtlich problematisch anzusehen. Die meisten der befragten Mahnwachen-Besucher wollen sich auf Anfrage nicht impfen lassen, weil sie sich „nicht als Tiere“ sehen, die einer „Herdenimmunität“ bedürfen oder weil ihnen die Impfstoffe generell zu unsicher sind, oder weil speziell die möglicherweise körperschädigenden Konsequenzen der Impfung noch nicht umfassend erforscht seien.

Auf ihr Resümee der Veranstaltung befragt, sagte Hallweger: „Es hätten ein paar mehr Leute gerne kommen dürfen, aber wir lassen uns nicht beeindrucken, wir machen weiter.“

zaa

Kommentare