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Digitale Parkgebühr

Bilanz zur Parkster-App nach einem halben Jahr in Chieming – 11 Prozent nutzen sie bereits

Parkautomaten mit den grünen Parkster-App-Schildern am Chieminger Parkplatz am Schlossplatz.
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Parkautomaten mit den grünen Parkster-App-Schildern am Chieminger Parkplatz am Schlossplatz.

Einer Presseerklärung durch das Unternehmen „Parkster“ mit Sitz in München zufolge wird das Handy-Parken im Chiemgau gut angenommen.

Chieming - Anlässlich einer ersten Bilanz nach sechs Monaten Erfahrung mit der Parkster-App in Chieming, erklärte der Geschäftsführer der Parkster GmbH, Patrik Lundberg, zufrieden: „Es freut mich sehr, dass das Handy-Parken in Chieming so gut ankommt.“ – „Wir möchten uns bei allen Verantwortlichen in Chieming für das herausragende Engagement bedanken.“

Bereits elf Prozent der Autofahrer lösen ihren Parkschein digital mit der Parkster-App. Das digitale Parken in Chieming ist seit Mai möglich an den Parkplätzen Am Venusberg/Berghofstraße, Strandbad/Bei den Bädern, Chiemseering, Parkplatz am Campingplatz Kupferschmiede, Schlossplatz und Thielehafen. Autofahrer erkennen die Parkplätze mit der Parkster-App an der grünen Parkster-Beschilderung neben den Ticketautomaten und an den Parkplätzen.

Aus Sicht von Christian Fitzner, dem Chieminger Tourismusmarketing-Leiter, ist die erste Halbjahres-Bilanz positiv zu sehen: „Die Bezahlmöglichkeit per Smartphone bietet den gewünschten Nutzer-Komfort für unsere Gäste aus Nah und Fern sowie auch für unsere einheimischen Bürger. Unsere Besucher müssen nun nicht mehr mühsam nach Kleingeld fürs Parken suchen, wenn sie diesen digitalen Service nutzen. Und wer seinen Strand-Aufenthalt kurzerhand verlängern will, der tippt einfach schnell auf die App und kann seine Zeit am Chiemsee-Ostufer weiter entspannt genießen.“

Digitale Parkgebühr mit einigen Vorteilen

Der Vorteil bestehe darin, dass im Vergleich zur Ticketzahlung per Münzeinwurf die Parkzeit per Handy verlängert oder verkürzt werden kann. Beendet der Parkplatznutzer seinen digitalen Parkschein vorzeitig, spart er so unnötige Parkgebühren. Der Münzzahler dagegen erhält bei vorzeitiger Rückkehr zu seinem Auto keine ungenutzte Rückzahlung der bereits geleisteten Zahlung mehr zurück.

Fitzner wies darauf hin, dass den App-Nutzern keine zusätzlichen Gebühren entstünden, sondern aufgrund der angepassten Parkdauer eher weniger zahlen müssten als die Parker, die ihre Tickets konventionell mit Münzen zahlen. Auch Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) äußert sich zufrieden: „Die hohe Akzeptanz des digitalen Parkens in Chieming zeigt uns bereits wenige Monate nach dem Start, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“.

Rückmeldung der Chieminger: Lieber digital oder mit Papierzettel?

Die Tagestouristen Cornelia und Bernhard Reiter aus Straubing kaufen sich ebenfalls mit Münzen ein drei Stunden gültiges Parkticket für drei Euro. Mit der App-Zahlung sind sie nicht vertraut. „Wir teilen uns die Zeit so ein, dass wir nach drei Stunden wieder zurück sind“, sagt Bernhard Reiter.

Am nebligen Buß- und Bettag nutzten nur wenige Autofahrer die Chieminger Parkplätze, die an sonnigen Sommersonntagen aus allen Nähten platzen. Cornelia und Bernhard Reiter - aus Straubing kommende Tagestouristen – machten sich zu einem Uferspaziergang in Richtung Seebruck auf den Weg und kauften sich für drei Euro ein drei Stunden gültiges Ticket aus dem Automaten. Gefragt, was sie tun, wenn sie nicht rechtzeitig zurück sind, sagte Bernhard Reiter: „Das teilen wir uns schon so ein, dass wir in drei Stunden auf jeden Fall wieder zurück sind.“

Georg Neuhauser aus Traunstein kauft mit Münzen sein Parkticket, wenn er zum Zahnarzt nach Chieming fährt. Seine Frau musste bereits 10 Euro Strafe zahlen, weil sie die Parkzeit überschritten hatte.

Auch Georg Neuhauser aus Traunstein parkte am Parkplatz am Schlossplatz und ließ sich ein Ticket für einen Euro aus dem Parkautomaten, weil er einen Zahnarzttermin in der Nähe hatte. „Wenn die zahnärztliche Behandlung länger dauert als eine Stunde, kann ich auch nichts machen. Das ist meiner Frau schon passiert, dass sie zehn Euro Strafe zahlen musste, weil sie beim Baden die Zeit vergessen hatte.“

Auch zwei Gassi-Geher aus dem Gemeindegebiet kamen mit ihren Hunden per Autos zum Schlossplatz. Beide wollten ihren Namen nicht nennen. Eine Frau sagte, sie sei nur zehn Minuten mit den Hunden unterwegs, dafür sei sie nicht bereit, Geld einzuwerfen. „Die Gebühren sind meiner Meinung nach völlig überzogen.“ Auch eine App-Zahlung komme für sie nicht infrage, weil „ich froh bin, wenn ich einmal eine Stunde ohne Telefon mit den Hunden unterwegs sein kann.“ Der andere Hundehalter dagegen sagte, dass er mit der Parkster-App schon vertraut sei, weil er sie auch in Traunstein zum Parken nutze. „Es ist sehr praktisch, dass man mit der Parkster-App die tatsächliche Parkdauer anpassen könne, und man so generell weniger zahle müsse als mit einem Münz-Ticket.“

Die Parkster-App kann auch in Trostberg, Breitbrunn und Seeon-Seebruck zum Parken genutzt werden. Weitere Informationen rund um Parkster gibt es unter www.parkster.com/de/.

zaa

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