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Internationaler Oldtimer-Treff

Mit Tempo 35: Bugatti-Treff begeistert den Chiemgau

51 Bugattis aus den Baujahren 1920 bis 1936 begeisterten bei ihren Ausfahrten über eine Woche den Chiemgau. Krönender Abschluss war der Besuch in Traunstein. Genießen Sie Fotos und ein Video.

Chieming – 491 Stundenkilometer ist der Bugatti Chiron Super Sport 300+ schon gefahren. Das aktuellste Modell der Luxusmarke gehört damit zu den schnellsten Straßenfahrzeugen der Welt.Beim Internationalen Bugatti-Treff im Chiemgau mit Start und Ziel in Gut Ising ging es dagegen gemächlich zu. „Wir haben das Durchschnittstempo je nach Etappe zwischen 35 und 50 km/h angesetzt. Hier geht es nicht um Sport und Höchstgeschwindigkeit, hier geht es um Fahrspaß. Und um Kultur und gute Küche“, erzählt Organisator Heinz Elfers vom Bugatti-Club Deutschland den OVB Heimatzeitungen.

Peter und Mette Jost aus der Schweiz sind nach ihren Fahrten mit dem wunderschönen Bugatti aus dem Baujahr 1931 begeistert: „Die Landschaft ist wunderschön.“

Der älteste Bugatti ist über 100 Jahre alt

Er schmunzelt bei der Frage nach der Geschwindigkeit, denn die Bugattis im Chiemgau sind echte Oldtimer. Das älteste stammt aus dem Jahr 1920, ist also schon über ein Jahrhundert alt. Der jüngste Bugatti beim Treff im Chiemgau wurde 1936 gebaut, ist also auch schon im „Pensionärsalter“.

Baujahr 1920: Das älteste Fahrzeug beim Internationalen Bugatti-Treff im Chiemgau.

Ausgesprochen schmuck sehen die Oldtimer trotzdem alle aus. Egal, wo sie seit dem Start am 24.September bei ihren sieben großen Ausfahrten auftauchten, sorgten sie für viele „Ahs“ und „Ohs“ an der Straße. Dennoch merkt man den topgepflegten Bugattis ihr Alter natürlich trotzdem auf den anspruchsvollen Strecken an.

Von 51 gestarteten Bugattis - unter den Fahrern sind übrigens nur zwei Frauen - gab es bislang drei Ausfälle. Da konnte auch das extra aus England angereiste Top-Serviceteam von Oldtimer-Experten nicht mit einer sofortigen Reparatur helfen.

Die Etappen haben es auch durchaus in sich. Gleich zum Prolog ging es von Gut Ising über die Alpen weit rein nach Österreich und zurück am Großglockner vorbei. Am Freitag stand ein Ausflug ins Salzburger Land an.

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Krönender Abschluss war am Samstagnachmittag der Besuch auf dem Traunsteiner Stadtplatz. Hunderte begeisterte Zuschauer feierten die Fahrer mit ihren prächtigen Mobilen.

Zum Abschluss wurden die Bugattis in Traunstein gefeiert.

Wer mehr über die Oldtimer erfahren wollte, braucht nur den auf den Nummernschildern angebrachten QR-Code zu scannen. Dort gab es alle Details zu Typ und Baujahr. Und natürlich konnte man auch mit den Oldtimer-Enthusiasten ins Gespräch kommen. Sie waren aus vielen Ländern mit ihren Fahrzeugen in den Chiemgau angereist.

Sogar aus Neuseeland angereist

Neben Deutschland stehen zum Beispiel Italien, Frankreich, Schweden oder Dänemark in der Starterliste. Aber auch Neuseeland. Wobei der Bugatti des Besitzers nicht per Luftfracht angereist ist. „Die Teilnehmer aus Übersee haben ihr Auto bei Freunden in Europa stehen. Sie genießen dann einfach eine schöne Zeit zusammen“, berichtet Heinz Elfers.

Gemeinsamer Genuss und Freude an den außergewöhnlichen Fahrzeugen: Genau darum geht es beim Internationalen Bugatti-Treff. Deshalb ist die Kolonne auch abseits des großen Verkehrs auf landschaftlich reizvollen Nebenstrecken unterwegs.

Ein wunderschöner Oldtimer beim Internationalen Bugatti-Treff im Chiemgau.

Und davon gibt es im Chiemgau und Richtung Österreich bekanntlich jede Menge. „Genau das war auch der Grund, warum wir in den schönen Chiemgau gekommen sind. So südlich waren wir in Deutschland noch nie“, sagt Heinz Elfers. Er ist vom Ablauf des Internationalen Bugatti-Treffs, den der deutsche Club aller sieben Jahre organisieren darf, begeistert. Zumal wegen Corona diesmal alles besonders kompliziert war.

Hunderte Telefonate mit Ordnungsämtern, Straßenmeistereien und Feuerwehren mussten geführt werden. 20 Mal reiste Elfers aus seiner westfälischen Heimat in den Chiemgau. Nur, um dann noch einmal alles komplett neu planen zu müssen. Eigentlich war der Treff nämlich für Juni geplant. Das hieß: Ein neues Hotel für die Teilnehmer finden und die Strecken anpassen.

„Aber all der Aufwand hat sich gelohnt“, sagt Elfers jetzt. Zwar sind es etwas weniger als die ursprünglich angemeldeten 80 Bugattis geworden, aber die Teilnehmer und ihre Begleitpersonen sind begeistert.

Emotionen schlagen Millionen

Wie viel die Oldtimer-Bugattis wert sind, will übrigens keiner verraten. „ Es gibt keinen Schwacke-Katalog für ältere Bugattis. Da wird der Mantel des Schweigens drüber gedeckt. Schließlich geht es vor allem um Emotionen, weil ein Bugatti etwas ganz Besonderes ist“, sagt Elfers.

Das ist übrigens auch heute noch so: Vom neuen Bugatti Chiron Super Sport 300+ wird es nur 30 Exemplare geben: Stückpreis: Ab 3,8 Millionen Euro.

Rubriklistenbild: © Lars Becker

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