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Auch verunglimpfende Briefe an Mediziner verschickt

„Auschwitz“-Schriftzug vor Chieminger Arztpraxis: Waren Impfgegner oder Corona-Leugner am Werk?

Vor einer Arztpraxis in Chieming wurde von einem bislang unbekannten Täter „Auschwitz“ auf die Straße geschrieben. Handelt es sich um das Werk von Impfgegnern? (Symbolbild)
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Vor einer Arztpraxis in Chieming wurde von einem bislang unbekannten Täter „Auschwitz“ auf die Straße geschrieben. Handelt es sich um das Werk von Impfgegnern? (Symbolbild)
  • Sebastian Aicher
    VonSebastian Aicher
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Sind es Corona-Leugner oder Impfgegner, die für die antisemitischen Schmierereien vor einer Chieminger Arztpraxis verantwortlich sind? Das sagt die Polizei zu dem Vorfall:

Chieming –Auschwitz“: Den Namen des ehemaligen nationalsozialistischen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers schmierte ein bislang unbekannter Täter in der Nacht von Donnerstag (12. August) auf Freitag (13. August) mit Kreide auf die Straße vor einer Chieminger Arztpraxis.

Auf Anfrage von chiemgau24.de bestätigte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, den Vorfall, aufgrund dessen nun der Staatsschutz entsprechende Ermittlungen aufgenommen hat. „Es darf aktuell vermutet werden, dass sich die Aktion gegen den Arzt richtet“, so Sonntag mit Blick auf den aktuellen Ermittlungsstand.

Corona-Leugner und Impfgegner im Visier der Ermittlungen

Da es sich um einen Mediziner handelt, welcher derzeit auch Impfungen gegen das Corona-Virus anbietet, läge die Vermutung nahe, dass es sich um eine Aktion eines Corona-Leugners oder Impfgegners handeln könnte, so Sonntag weiter. Der betroffene Arzt wollte sich auf explizite Nachfrage von chiemgau24.de nicht zu den Vorfällen äußern.

Häufig Vergleiche zwischen Corona-Maßnahmen und NS-Regime

Bereits seit Beginn der Pandemie gab es immer wieder Verschwörungstheoretiker, welche die Corona-Maßnahmen der Bundesrepublik mit Diktaturen - wie beispielsweise dem NS-Regime - verglichen haben. Ein Rosenheimer AfD-Politiker sorgte im März dieses Jahres für Aufsehen, als er die Corona-Imfpstoffe mit dem Nazi-Mordgas Zyklon B verglich.

Im Mai verunglimpfende Briefe an Impfärzte geschickt

Weiterhin berichtet Sonntag, dass es bereits im Mai „verunglimpfende Briefe“ gegen diverse Ärzte im Gemeindebereich Chieming gab. Auch hier handelt es sich um Mediziner, welche die Corona-Impfung anbieten. Zum konkreten Inhalt der Briefe wollte sich der Pressesprecher des Polizeipräsidiums allerdings nicht äußern – auch nicht zur Frage, ob es Drohbriefe oder sogar konkrete Morddrohungen gewesen seien. Man ermittle auch in diesem Fall, jedoch lägen zum aktuellen Zeitpunkt noch keine genaueren Hinweise auf einen eventuellen Täter vor, so Sonntag abschließend.

aic

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