Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Lebhafte Diskussion in Chieming

Ein 16 Meter hoher Spänesilo in Egerer? Das sagt der Gemeinderat dazu

Eine neue Schreinerwerkstatt entsteht gerade im Gewerbegebiet Egerer II . Der Gemeinderat genehmigte für die Spänesilos nun eine maximale Höhe von 16 Metern genehmigt, so hoch wie auch die Silos der Firma Oldenburg im Hintergrund des Fotos bemessen sind.
+
Eine neue Schreinerwerkstatt entsteht gerade im Gewerbegebiet Egerer II . Dort ist ein größer Spänesilo geplant

In der jüngsten Gemeinderatssitzung standen mehrere Bauanträge zur Beschlussfassung auf der Tagesordnung, dazu zwei Genehmigungsfreistellungen. im Mittelpunkt: Der Bau eines Spänesilos in Egerer.

von Arno Zandl

Chieming – Hinsichtlich des Bauantrages auf Neubau eines Spänesilos mit Rohrleitungsbrücke zur geplanten Schreinerei auf dem Grundstück Johannes-Heidenhain-Straße 2 in Egerer lag die Beschlussfassung bei 13 zu drei Gegenstimmen. Die übrigen Genehmigungen wurden einvernehmlich erteilt.

Zum Bauantrag des Spänesilos in Egerer wurde das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) wurde aber ermächtigt, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen und den notwendigen Befreiungen zur Überschreitung der Baugrenze sowie der seitlichen Wandhöhe des Bebauungsplanes „Gewerbegebiet Egerer II“ zuzustimmen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: die Oberkante Silo einschließlich Füllrohr beträgt maximal 16 Meter und der Abstand zwischen Straße und Rohrleitungsbrücke mindestens sechs Meter.

Neubau muss ins Ortsbild passen

Der Befreiung vom Bebauungsplan bezüglich der Höhe kann aus ortsplanerischen Gründen nur wegen der geringen Grundfläche des Silos zugestimmt werden. Zur Vermeidung von Bezugsfällen ist parallel eine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Die entsprechenden Festsetzungen für das Silo zur Höhe und Lage sind darin aufzunehmen. Für Gebäude und Hallen soll allgemein neben der seitlichen Wandhöhe von 7,50 Metern eine maximale Höhe von 11,50 Metern festgesetzt werden. Zur Überbauung der öffentlichen Straße durch die Rohrleitungsbrücke ist ein Gestattungsvertrag abzuschließen.

Ursprünglich war für das Spänesilo ein Durchmesser von 6,35 Metern und eine Höhe von 16,57 Metern vorgesehen, mit Höhe des Geländers von 17,68 Metern und mit Füllrohr eine Höhe von 18,97 Metern. Die Füllhöhe war mit 14,30 Metern beziffert, die Lagermenge mit 280 Kubikmetern Hackgut. Die Rohrleitungsbrücke ist mit 13,99 Metern geplant, bei einer Höhe von 4,70 Metern.

Weitere Artikel und Nachrichten aus dem Chiemgau finden Sie hier.

Gemeinderat Martin Pauli (CSU) sprach sich dafür aus, das Silo so zu genehmigen, wie es ursprünglich geplant war, weil aus seiner Sicht die ungeraden Maße darauf schließen lassen, dass es sich um eine standardisierte Größe der Bauelemente handle. Müssten diese wie im Beschluss angegeben verändert werden, würde auf den Bauherrn womöglich eine Spezialanfertigung zukommen, die hinsichtlich der Mehrkosten kaum zumutbar sei. Als Alternative kämen zwei Silos mit jeweils 13 Metern Höhe in Frage, um eine ähnliche Lagermenge zu erreichen, wie geplant.

Mehrkosten von bis zu 200.000 Euro

Pauli stellte die Frage: „Ist das schöner?“ Dritter Bürgermeister Josef Mayer (CSU) unterstützte die Argumentation Paulis. Christian Fischer (CSU) erinnerte daran, dass von den Weidacher Bürgern bereits bei den Baugenehmigungen im Gewerbegebiet Egerer „geschimpft wurde, hinsichtlich der Gebäudehöhe“. Außerdem sei auch den Firmen EHG beziehungseise Remondis und Oldenburg ein höherer Bau verwehrt worden.

Deshalb sei er für die im Beschlussvorschlag angegebene Höhenbegrenzung von 16 Metern. Zweiter Bürgermeister Markus Brunner (UW) regte an, dem anwesenden Bauherrn Franz Schroll das Wort zu erteilen, wie er das sehe. Schroll sagte, man müsse erst schauen, wie ein Silobau von 16 Metern Höhe möglich sei. Der Bau von zwei Silos käme nicht in Frage, weil die Heiztechnik unter dem Silo liege, und daraus sonst Mehrkosten von bis zu 200.000 Euro resultieren würden. Geplant sei, dass seine Schreinerwerkstatt zu 90 Prozent energieautark werde, er hoffe, dass sich der Silobau von 16 Metern Höhe verwirklichen lasse.

Kommentare