Haushalt verabschiedet

So investiert Chieming heuer die Millionen

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Chieming - Das seit Langem größte Projekt, die Rathaus-Sanierung, ist nun fast abgeschlossen - trotzdem werden auch 2017 viele weitere Dinge angepackt. Im Gegenzug steigt der Schuldenstand.

Einen Gesamthaushalt von 14,85 Millionen Euro verabschiedete der Chieminger Gemeinderat am Dienstag. Der Verwaltungshaushalt schließt mit 9,75 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit 5,1 Millionen Euro. Investiert wird heuer vor allem in folgende Projekte:

  • Gut eine Million Euro fließt auch 2017 in die Rathaus-Sanierung. Momentan laufen unter anderem noch Arbeiten an den Außenanlagen. Bereits in den vergangenen beiden Jahren wurden knapp 2,4 Millionen Euro ins Rathaus investiert, heuer werden auch die letzten Arbeiten endgültig abgeschlossen. Am Freitag, den 12. Mai gibt es außerdem einen "Tag der offenen Tür". 
  • Die Sanierung vom Kindergarten und dem "Haus der Vereine" schlägt heuer ebenfalls mit einer guten Million Euro zu Buche: Neue Fenster, Nachbesserungen am Dachstuhl, Deckenisolierung und der Brandschutz stehen unter anderem an bzw. werden bereits angepackt. 
  • Im "Haus des Gastes"/Tourist-Info werden heuer 300.000 Euro für die Herstellung der Barrierefreiheit und neues Mobiliar ausgegeben. Auch für das kommende Jahr sind dafür erneut 300.000 Euro vorgesehen.
  • Die Sanierung der Theresienstraße (266.000 Euro), sowie die Sanierung des Waldwegs in Arlaching (175.000 Euro) stehen außerdem heuer an. 
  • 445.000 fließen in den Breitbandausbau. Der Förderbescheid des Freistaats wird für den Juni erwartet. 

Schuldenstand könnte deutlich nach oben gehen

Bürgermeister Benno Graf.

"Aus dem Laufenden ist das alles nicht erwirtschaftbar", so Geschäftsleiter Ewald Mayer gegenüber chiemgau24.de - deshalb sind für heuer Kreditaufnahmen in Höhe von 1,9 Millionen Euro vorgesehen. Dementsprechend steigt auch der Schuldenstand der Gemeinde geplant zum Jahresende auf 3,28 Millionen Euro. Auch die Rücklagen in Höhe von gut 700.000 Euro werden aufgebraucht. Allerdings ist noch nicht sicher, ob der Kredit letztendlich auch gebraucht wird und die Schulden tatsächlich so hoch liegen werden.

Auch 2016 plante die Gemeinde gut 1,6 Millionen Euro an Krediten ein, genommen wurden sie schließlich nicht. Zum Jahresende 2016 lag die Pro-Kopf-Verschuldung in Chieming bei 288 Euro - vor 15 Jahren waren es noch rund 1500 Euro Pro-Kopf-Verschuldung. 

An geplanten Einnahmen stechen im Haushalt 2017 vor allem die Einkommensteuer mit fast drei Millionen Euro heraus und die Gewerbesteuern mit 2,1 Millionen Euro - Tendenz steigend. 

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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