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„Der spricht ja wie ein Navi!“

Isinger Siebtklässler üben das Wiederbeleben von Herztoten

Atmet der Patient noch? Der Isinger Siebtklässler Vitus Schaffner lernt durch den Ausbilder Matthias Volz vom Verein „Kids Save Lives Chiemgau“, wie man Herztote reanimieren kann.
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Atmet der Patient noch? Der Isinger Siebtklässler Vitus Schaffner lernt durch den Ausbilder Matthias Volz vom Verein „Kids Save Lives Chiemgau“, wie man Herztote reanimieren kann.

Beim Herzstillstand zählt die Hilfe jedes Einzelnen - und Schulkinder ab der siebten Klasse haben das richtige Alter, das Reanimieren zu lernen. Das sagt Matthias Volz vom Verein „Kids Save Lives Chiemgau“, der am Isinger Gymnasium den Siebtklässlern beibrachte, wie man konkret Leben retten kann.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Chieming/Ising - Der 2018 gegründete Verein „Kids Save Lives Chiemgau“ hat sich zur Aufgabe gemacht, Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse zum Thema Wiederbelebung zu schulen. Denn in Deutschland werden, so Volz, von über 50.000 plötzlichen Herztoten pro Jahr nur 37 Prozent davon sofort von Laien wiederbelebt. In den Niederlanden und den skandinavischen Ländern liege diese Quote bei bis zu 70 Prozent, da gebe es sogar ein Schulfach dafür. In zwei Schulstunden lernten die Isinger Teenager nun Leben zu retten - und das mit folgenden drei einfachen Schritten: 1. Prüfen – atmet die Person noch? 2. Rufen – Notruf absetzen und die 112 wählen; 3. Drücken – Herzdruckmassage mindestens 100 x pro Minute. In der Aula durften die Jugendlichen nach einer kurzen theoretischen Einführung an einem Dummy die richtige Position der Hände und die Drucktiefe üben und stellten dabei fest, dass das gleichmäßige Drücken ganz schön anstrengend und kräftezehrend ist. Danach erlernten sie den richtigen Rhythmus zu üben.

Dazu legte Ausbilder Matthias Volz „Stayin' Alive“ von den Bee Gees auf, die bei den Siebtklässlern gut ankam und zum richtigen Drücken motivierte. Mit der Kampagne „Kids Save Lives“ geht der deutsche Wiederbelebungsrat deutschlandweit an Schulen, um den Jugendlichen die Wiederbelebung nahezubringen und ihnen die Angst zu nehmen, etwas falsch zu machen. Dass diese Angst völlig fehl am Platze ist, zeigte Matthias Volz den Isinger Siebtklässlern beim Defibrillator als eine weitere Möglichkeit, einen Menschen wiederzubeleben. „Der spricht ja wie ein Navi!“, entfuhr es einem Siebtklässler, und das Gerät gibt jeden Schritt vor, der bei Der Wiederbelebung gemacht werden muss. An vier lebensgroßen Animationspuppen durften die Schüler in Kleingruppen noch einmal die drei Schritte Prüfen-Rufen-Drücken üben, wobei jede Gruppe über eine App an der großen Leinwand sehen konnte, ob sie tief genug und auch im richtigen Rhythmus drückt. Als Acht- und Neuntklässler werden sie dann, wenn sie schon etwas geübt sind, auch die Beatmung zur Herzdruckmassage lernen.

Pressemitteilung Katja Rein