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Wird der Turm trotzdem gebaut?

Geplanter Funkturm in Chieming sorgt für Diskussionen im Gemeinderat

Der bisherige Funkturm hat eine Höhe von 22,3 Metern.
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Der bisherige Funkturm hat eine Höhe von 22,3 Metern.

In der Gemeinderatssitzung in Chieming ging es am 18. Mai um einige Bauanträge. Ein Antrag für den Neubau eines noch größeren Funkturms sorgte für Diskussionen.

Chieming - In der jüngsten Gemeinderatssitzung erfolgten über diverse Bauvorhaben und die Änderung des Flächennutzungsplanes beziehungsweise über die Erweiterung und Änderung des Bebauungsplanes am Norikerweg in Chieming einstimmige Beschlüsse, nur die Abstimmung für einen neu zu erstellenden Schleuderbetonturm am Venusberg zur Mobilfunknutzung stieß auf drei Gegenstimmen.

Beschlüsse zu Bauanträgen

Dem Bauantrag zum Anbau eines Balkons an die bestehende Scheune auf dem Grundstück Grilling 3 wurde das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt. Bereits im März 2021 wurde dem Antragsteller durch das Landratsamt Traunstein schriftlich mitgeteilt, dass das Vorhaben nicht genehmigungsfähig ist, da kein Bezug zwischen dem geplanten knapp 20 Quadratmeter großen Balkon und der Wohnung besteht, und somit ein bestehender Widerspruch zur Außenbereichssatzung vorliegt.

Der Antrag zum Neubau eines Schleuderbetonturms an Stelle des bestehenden Sirenenturms führte zu einer Diskussion im Gemeinderat. Der neue Turm ist mit 29,93 Metern höher als der bisherige Turm mit 22,30 Metern. Der Turm liegt östlich der Oberhochstätter Straße und des Jugendzeltplatzes auf dem Venusberg. Gemeinderat Bernhard Hecht (B. 90 - Die Grünen) wollte wissen, worin der Grund der Erneuerung des Funkturms, der mit Funkantennen ausgestattet ist, besteht. Bürgermeister Stefan Reichelt (CSU) wies auf die Funklöcher in der Ortsmitte von Chieming hin, die mit dem neuen Mobilfunkturm behoben werden sollten. Auf die Frage von Elisabeth Heimbucher (B. 90 – Die Grünen), ob der neue Turm verhindert werden könnte, äußerten sich Reichelt und Christian Fischer (CSU) dahingehend, dass derlei Funktürme bis 30 Meter Höhe als privilegierte Bauvorhaben gelten, von allen Mobilfunknetzbetreibern genutzt würden, und eine ablehnende Abstimmung keinen Sinn mache, weil das Landratsamt den Bau bei Ablehnung des Gemeinderats trotzdem genehmigen werde. Dennoch blieben die Grünen Gemeinderäte Heimbucher, Hecht und Angelika Maier bei ihrer Meinung und stimmten mit drei gegen elf Stimmen gegen den neuen Funkturm. „Beim Bau eines Windrads würden die Leute Sturm laufen, aber ein solcher Funkturm wird einfach hingenommen“, sagte Heimbucher.

Dem Bauvorhaben zum Neubau einer Garage mit 82 Quadratmetern Grundfläche und vier Stellplätzen auf dem Grundstück Seeäckerweg 3 in Chieming wurde zugestimmt. Bezüglich der Errichtung der Garage außerhalb der zulässigen Baugrenze und zur abweichenden Dachform und -neigung wurde einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Traunschlacht-Wolfsgrube“ gemeindliches Einvernehmen erteilt.

Auch ein gut 20 Quadratmeter großer beheizter Wintergarten auf dem Grundstück Grabenstätter Straße 4 in Chieming darf gebaut werden. Hinsichtlich der Errichtung des Anbaus außerhalb der zulässigen Baugrenze wurde einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes „Chiemseeufer“ statt gegeben.

Auf dem Grundstück Schützing 1 wurde der Bauantrag zum Abbruch von zwei baufälligen Nebengebäuden mit einer Fläche von 241 Quadratmetern genehmigt. Ebenso die Errichtung eines Austragshauses, zweier anschließender Garagen mit integrierten Sanitärräumen für Segler und darüberliegender landwirtschaftlicher Lagerflächen. Das neue Gebäude soll eine Grundfläche von 215 Quadratmetern haben.

Ohne Beschlussfassung hat der Gemeinderat vom Genehmigungsfreistellungsverfahren dem Bauantrag zum Einbau einer Wohnung für Aufsichts- oder Bereitschaftspersonal in das bestehende Büro- und Werkstattgebäude auf dem Grundstück Johannes-Heidenhain-Straße 6 Kenntnis genommen. Ebenso vom Bauantrag zur Erweiterung des Dachgeschosses um eine Dachgaube in Richtung Westen auf dem Grundstück Am Zenzenberg 1 in Chieming.

zaa

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