Pressemitteilung Landschulheim Schloss Ising

Grüner Lifestyle in Ising

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„Schau mal, was ich Tolles gefunden habe!“ Marie Maiborn, Emma Waltermann und Colleen Landmann probieren beim Secondhand-Kleidermarkt bei der Isinger Woche der Nachhaltigkeit ihre Schnäppchen

Chieming - "Da, schau! So viel Wasser braucht man, um eine einzige Jeans herzustellen", schimpft Dietke Holzer. Die Siebtklässlerin stört in einem Sketch in der Isinger Aula die Einkaufsstimmung eines Shopping-Paares.

Sie läuft in Gummistiefeln über die Bühne, um vor dem steigenden Meeresspiegel zu warnen, nervt mit einem Plakat gegen das Insektensterben und schnauft durch eine Atemmaske wegen der Chemikalien bei der Kleidungsproduktion. Aber: Geht Shoppen überhaupt anders? Wie passen unser Konsumverhalten und Nachhaltigkeit zusammen? Wie kann man umweltschonend leben, verantwortungsvoll produzieren und die Erde für die Enkel bewahren? Zum Thema Shoppen zeigen die Isinger Schüler ihre Lösung: eine Modenschau mit anschließendem Secondhand-Kleiderbasar. "Nein, das kaufe ich selber", beharrt Siebtklässlerin Colleen Landmann, die wie viele Models erst über den Laufsteg stolziert war und sich anschließend gar nicht mehr von ihren Stücken trennen mochte. Wiederverwerten als Nachhaltigkeit. Und das war das Thema der Projektwoche am Isinger Gymnasium.


Warum alles einfach nur wegwerfen? Müll kann man doch auch wiederverwerten, dachten sich die Sechstklässler. Sie schnappten sich Müll - gewaschen und gesäubert, nachdem die Neuntklässler diesen auf dem Weg vom Schulhaus bis zum Chiemsee und wieder zurück gesammelt hatten - und bastelten daraus voller Hingabe bunte Figuren. Das Rohmaterial war zuhauf vorhanden, denn Müll hatten die Schüler wieder mal viel zu viel auflesen müssen. "Am schlimmsten ist, wenn direkt im Wasser dieser Dreck rumschwimmt", schimpfen sie grantig. "Besonders für die Fischerei ist das auch schlecht", fügen Zehntklässler hinzu. Sie waren bei Florian und Miriam Kirchmeier in der Seebrucker Fischerei zu Gast gewesen, wo sie über das nachhaltige Fischen im Chiemsee umfassend aufgeklärt wurden, und zeigten sich empört angesichts des laxen Umgangs mit Müll. Da ist das Upcycling der Sechstklässler immerhin eine hübsche Idee, um darauf aufmerksam zu machen.

Plastikmüll vermeiden - das ist eine noch bessere Idee. So entschieden sich die Schüler im Religionsunterricht dazu, Jutebeutel aufzupimpen. Das Isinger Schullogo fand so seinen Weg auf wiederverwertbare Taschen. Mit denen kann man dann sogar zum Shoppen gehen. Nachhaltig natürlich.

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