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Großübung im Chieminger Gewerbegebiet Egerer

Rund 100 Feuerwehrleute trainierten den Ernstfall – Test einer 140.000 Liter Zisterne

Brand einer Industriehalle in Chieming. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr probten den Ernstfall. Ein angenommener Großbrand bei der Firma Oldenburger Kunststofftechnik im Gewerbegebiet Egerer mit fünf vermissten Personen bildete die Aufgabenstellung für die Teilnehmer der Feuerwehren aus Chieming, Erlstätt, Ising, Nußdorf, Seebruck, Traunreut und Traunstein.
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Brand einer Industriehalle in Chieming. Rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr probten den Ernstfall. Ein angenommener Großbrand bei der Firma Oldenburger Kunststofftechnik im Gewerbegebiet Egerer mit fünf vermissten Personen bildete die Aufgabenstellung für die Teilnehmer der Feuerwehren aus Chieming, Erlstätt, Ising, Nußdorf, Seebruck, Traunreut und Traunstein.

Großübungen sind für die Feuerwehren wichtig, da man sowohl die Koordination vieler Einsatzkräfte und Fahrzeuge trainieren kann aber auch die baulichen Maßnahmen einzelner Objekte getestet werden können. Die Aktiven der Feuerwehr Chieming haben im Gewerbegebiet eine Großübung bei der Firma Oldenburg Kunststofftechnik ausgearbeitet, die am Samstagvormittag mit knapp einhundert Einsatzkräften durchgeführt wurde. Dabei wurde unter anderem eine 140.000 Liter fassende Löschwasserzisterne angezapft, die im Brandfall neben dem Hydrantennetz als Wasserreserve zur Verfügung steht.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Chieming - Vergangenen Samstagmorgen (22. Oktober) löste um 9 Uhr die automatische Brandmeldeanlage in einer Industriehalle der Firma Oldenburger in Egerer aus und führte zunächst zu einer Alarmierung der Feuerwehr Chieming. Dies bildete den Startschuss einer Großübung, die zusammen mit mehreren Nachbarfeuerwehren durchgeführt wurde. Gerade die Größe der Industriehalle aber auch die darin befindliche Brandlast, stellte dabei eine besondere Herausforderung dar. Einen weiteren Schwerpunkt legten die Verantwortlichen auf die Organisation, der vielen alarmierten Kräfte. Bereits wenige Minuten nach Alarmierung mit dem Einsatzstichwort „ausgelöste Brandmeldeanlage“ trafen die Chieminger Floriansjünger mit einem Führungsfahrzeug sowie dem ersten Löschgruppenfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Wie bei einem Ernstfall auch, wurde in dieser Übung die zunächst unklare Lage am Brandort angenommen. Gerade am Anfang eines jeden Einsatzes sind insbesondere die Führungskräfte gefordert, sich schnell einen Überblick zu verschaffen. „Eine sorgfältige und umfassende Erkundung des großen Objekts war für mich am Anfang ganz besonders wichtig, um anschließend gezielt die nötigen Maßnahmen ableiten zu können“, resümierte Chiemings Kommandant und Einsatzleiter Martin Hölzle.

Der „Brandleider“, Geschäftsführer Michael Oldenburg, konnte dem Einsatzleiter beispielsweise darüber Informationen liefern, dass sich fünf vermisste Personen noch in dem Brandobjekt befinden mussten. Zudem stand bereits früh fest, dass der Brand in einem Heizungs- und Technikraum ausgebrochen war. Auf Grund der erkundeten Erkenntnisse, entschied der Einsatzleiter, Großalarm auszulösen und zahlreiche Löschmannschaften rund um Chieming nachzufordern. Bereits während sich die nachalarmierten Kräfte auf den Weg zum Schadensort machten, starteten die ersten Atemschutztrupps der Feuerwehr Chieming zur Personenrettung in den stark verrauchten Bereich der Halle. Nur kurze Zeit später trafen die elf nachalarmierten Fahrzeuge mit rund 100 Einsatzkräften der Feuerwehren Chieming, Erlstätt, Ising, Nußdorf, Seebruck, Traunreut und Traunstein am Bereitstellungsplatz ein und erhielten ihre Einsatzaufträge. Die Traunsteiner und Traunreuter Kameraden bezogen mit ihren Drehleitern auf beiden Seiten des Gebäudes Stellung, um mit Wasserwerfern von oben eine sogenannte Riegelstellung an der Brandschutzmauer einzurichten. Die Führungsfahrzeuge aus Erlstätt und Traunstein wurden zur Koordination der Einsatzabschnitte „Ost“ und „West“ eingesetzt. Weitere Einsatzkräfte übernahmen beispielsweise die Errichtung der Wasserversorgung und halfen unter schwerem Atemschutz bei der Menschenrettung sowie der Brandbekämpfung im Inneren des Gebäudes.

Die fünf vermissten Personen wurden zügig aufgefunden und konnten anschließend schnell gerettet werden. Somit galt es im weiteren Verlauf, sich auf die Brandbekämpfung zu fokussieren. Das Übungsdrehbuch sah zudem vor, dass ein baulicher Brandabschnitt im Vollbrand stand. Die Verantwortlichen wollten sehen, in welchem Umfang die Löschwasserzisterne ausreichend Wasser liefert, um die Drehleitern sowie die eingesetzten Wasserwerfer zu versorgen. Dabei sammelten sie auch Erkenntnisse darüber, ob die Drücke der Feuerwehrpumpen ausreichen, damit man einen effektiven Löschangriff durchführen kann. „Wir wollten einfach wissen, ob die Vorbereitungen bei möglichen Ernstfällen ausreichen oder ob wir noch etwas verbessern können“, so Martin Hölzle. Sein Fazit, „Der Test verlief für uns zufriedenstellend und daher können wir davon ausgehen, dass die Wasserversorgung in der ersten Einsatzphase für die Brandbekämpfung auch im größeren Umfang gewährleistet ist“.

Nach etwa zwei Stunden waren alle Maßnahmen durchgeführt und die Tests zur Wasserversorgung abgeschlossen, so dass die Einsatzleitung das Übungsende durchgeben konnte. Bei der Übungsnachbesprechung skizzierte Kommandant Martin Hölzle Abläufe nochmals für alle Beteiligten auf dankte insbesondere dem Betriebsleiter dafür, dass die Feuerwehr die Gebäude zum Üben nutzen konnte. In das gleiche Horn hat auch Kreisbrandmeister Albert Rieder geblasen, der als Übungsbeobachter vor Ort war. „Ich freue mich unheimlich darüber, dass sich an der ersten Großübung nach der fast drei Jahren Corona-Zwangspause so viele Feuerwehrkräfte beteiligt haben“, so seine Worte an die Teilnehmer der Einsatzübung. Den Abschuss bildete eine gemeinsame Brotzeit, die die Firma Oldenburg Kunststoff-Technik spendierte.

Pressemitteilung Hubert Hobmaier

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