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„Flexibility and a good sense of humor“

US-Konsul zeichnet Isinger Schülerin aus und erzählt von seinem Berufsleben

Konsul John Stubbs, Franziska Lohner und Franziska Kirschner
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Konsul John Stubbs vom amerikanischen Generalkonsulat München überreicht die Gewinner-Urkunde an Franziska Lohner und Franziska Kirschner. Die Isinger Schülerinnen hatten den ersten Preis in der Kategorie „Bester Cartoon“ beim „US Embassy School Election Project 2020“ gewonnen.

„Why did Kansas vote for Trump?“ Mit ihrer Voraussage, dass Donald Trump im Bundesstaat Kansas die Wahl gewinnen wird, und mit einem Cartoon darüber hatten Elftklässlerinnen des Gymnasium Isings im vergangenen November einen ersten Preis der US-Botschaft Berlin erhalten.

Ising bei Chieming - Pandemiebedingt überreichte den Preis der US-Konsul John Stubbs vom Generalkonsulat München in der Schulaula vor den versammelten Zehnt- und Elftklässlern.

Nach den einleitenden Worten des zweiten Schulleiters Felix Grosse, selbst Englischlehrer, stellte Franziska Lohner ihren prämierten Cartoon und dessen Entstehung vor. Ihre Mitschülerin Franziska Kirschner erläuterte anschließend stellvertretend für ihre Arbeitsgruppe, wie sich die Isinger bei diesem Projekt der US-Botschaft in Berlin zur Wahl in den USA vorbereitet hatten: Sie arbeiteten sich - unterstützt von ihrer Englischlehrerin Katrin Langbauer - in die Lebensrealität des ihnen zugelosten Bundesstaates Kansas ein, untersuchten „voting history, ethnicity, religion, economy and education“ sowie aktuelle gesellschaftliche Strömungen wie die „Black-Lives-Matter“-Bewegung, die Ernennung der neuen konservativen Richterin am US Supreme Court und die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Konsul Stubbs überreichte die Urkunde an Franziska Lohner und ging im Folgenden erst mal auf seinen „Background“ ein. Er stamme aus einer Kleinstadt in North Carolina, wo es mehr Schweine als Einwohner gab. Nach seinem Jurastudium in den USA und in Amsterdam kam er zum „Foreign Service“, vergleichbar dem Auswärtigen Amt, und trat seine erste Stelle im brasilianischen Sao Paulo an: „3000 visa interviews a day.“

Nach Stationen im westafrikanischen Staat Gambia, in Afghanistan und weiteren Staaten ist er inzwischen am Münchner US-Generalkonsulat tätig. Auf Fragen der Isinger Schüler erläuterte Stubbs seine derzeitigen Aufgabenfelder: Deutschlands NATO-Beitragin, Hacker-Angriffe aus Russland, die Handelspolitik mit China, die Suche nach einer Lösung beim Thema Airbus/Boeing zusammen mit der EU, Extremismus und digitale Desinformation sowie Energie- und Klimasicherheit.

„Every Day is different“

Die Abwechslung ist laut Stubbs das Schönste in seinem Beruf als Diplomat. So habe er sich in Gambia um gefrorene Hähnchenschenkel kümmern müssen, die aus den USA importiert worden waren und aufgrund falscher Lager- und Kühlbedingungen in Gambia zu Krankheiten bei der Bevölkerung geführt hätten. Auf der anderen Seite hatte er dort gegen eine langjährige Diktatur den Aufbau eines Staates mit demokratischen Wahlen zu unterstützen. Als Diplomat brauche man „flexibility and a good sense of humor“, und das wünschte Konsul Stubbs am Ende den prämierten Schülerinnen und allen Isingern.

Walter Heil

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