Landschulheom Schloss Ising:

Isinger Schultheater vor Faust-Premiere

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Chieming - Die Isinger Gymnasiasten fiebern der Premiere des Goethe-Klassikers "Faust" entgegen. Insgesamt sind 80 Schüler beteiligt.

Die Theater- und Musikgruppen des Landschulheims Schloss Ising proben derzeit eifrig an einer ganz besonderen Inszenierung des „Faust – Der Tragödie erster Teil“. Die Premiere am Dienstag, 8. April, ist das Ergebnis eines 15-köpfigen P-Seminars unter der Leitung von Gymnasiallehrerin und Regisseurin Dr. Karin Biller.  Da kein Unterricht ausfallen dürfe, hätten die Schüler in den letzten Wochen viel Freizeit opfern müssen, so Biller. Insbesondere an den Wochenenden sei die Probenarbeit organisatorisch alles andere als leicht, auch deshalb weil die Nachwuchsschauspieler entsprechend verköstigt werden müssten. Ute Läufer gebühre hier ein großer Dank. Parallel zu den eigenen monatelangen Proben habe man sich auch immer wieder andere Faust-Inszenierungen angeschaut, darunter auch eine in der Kulturstadt Weimar, erzählte Biller, die ihrem Schultheater-Ensemble ungemein verbunden ist.

Wie schon bei den letzten umjubelten Aufführungen von „Das Nibelungenlied“ und „Der Brandner Kaspar schaut ins Paradies" kommt der Musik wieder eine große Bedeutung zu. Rund 45 der fast 80 beteiligten Schüler singen und musizieren unter der Leitung von Musiklehrer Frank Schöftenhuber und bereichern das Geschehen auf der Bühne um den rastlosen Wissenschaftler und Gelehrten Heinrich Faust, dargestelltvom routinierten Hauptdarsteller Antonio Prokscha (elfte Klasse).

Isinger Schultheater vor Faust-Premiere

Faust ist das Sinnbild des sogenannten „modernen Menschen“. Sein Drang, das „Unbedingte“ in der „bedingten Welt“ zu erringen, treibt ihn über alle physischen und moralischen Grenzen hinweg in einen Vertrag mit dem Teufel Mephistopheles, verkörpert von Anna Freutsmiedl (elfte Klasse). Mephisto wiederum will einen Beweis vor Gott antreten: Faust soll so lange am Gängelband niedriger Begierden geführt werden, bis er, seiner eigenen Unersättlichkeit überdrüssig, um Stillstand bettelt. Und so jagd Mephisto den Faust durchs „wilde Leben“ und führt ihm schließlich Magarethe (Gretchen) alias Clara Rauschendorfer (elfte Klasse) zu. Ihr gelingt es, den Faust für eine Weile einzufangen und einzubremsen, doch ein Getriebener, der immer höher, schneller und weiter will, kann nicht lange in Idylle und Romantik verweilen, sondern drängt schnell zum Nächsten, auch wenn es anderer Leben kostet.

Der Isinger „Faust“ wird dreimal aufgeführt und zwar am Dienstag, 8. (Premiere), Mittwoch, 9. und Donnerstag, 10. April, jeweils um 19.30 Uhr in der alten Schulturnhalle. Anmeldung unter Telefon 08667/888444.

mmü

Rubriklistenbild: © Markus Müller

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