Medienpräventions-Veranstaltung am Isinger Gymnasium

"Dann wird halt jetzt weniger gezockt!"

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Martin Seidl im Gespräch mit Fünftklässlern in Ising zum Thema "Medienkonsum"

Ising - Unter dem Motto "Be smart – phone smart" beleuchtete Diplomsozialpädagoge Martin Seidl bei seinem Vortrag vor Isinger Schülereltern Gefahren im Umgang mit internetfähigen Medienträgern. 

Er zeigte dabei auch Lösungsansätze auf, die Eltern und Kinder gleichermaßen bei der sinnvollen Mediennutzung unterstützen können. 

Jeden Tag blickt der Mensch rund 80 Mal auf sein Smartphone, nutzt es als Wecker, Wörterbuch, Navigationsgerät und vieles mehr. 

Gesundheitliche Gefahren für Kinder

Auch Kinder verfügen oft bereits im Alter von unter 11 Jahren über ein Handy, welches zwar viele Vorteile bietet, allerdings schnell in eine Abhängigkeit führen kann. 

Zu nennen sind demnach gesundheitliche Gefahren wie Haltungsschäden oder Sprachentwicklungsstörungen, welche laut verschiedener Studien in direktem Zusammenhang mit der Nutzungsdauer digitaler Medien stehen. 

"Always on?!" ist hierbei die Leitfrage, mit der sich User auseinandersetzen müssen. 

Jugendliche und junge Erwachsene verbringen täglich etwa vier bis zehn Stunden vor einem Bildschirm, haben Entzugserscheinungen, sind gedanklich eingenommen und leiden unter Interessensverlust. 

Das Handy wird immer mehr zu einem Mittel, um schnell Bestätigung und Anerkennung zu erlangen, die Langeweile zu bekämpfen oder den Alltag zu bewältigen. 

Medienfreie Tage in Familien

Vor allem in Familien ist eine gute Beziehungsarbeit vonnöten, um Medienkompetenz zu entwickeln.

Eltern haben eine Vorbildfunktion und könnten beispielsweise medienfreie Tage einführen oder ein passwortgeschütztes Surfen ermöglichen. 

Für einzelne Eltern gibt es die Möglichkeit, sich in Zusammenarbeit mit der Rosenheimprävention coachen zu lassen. 

"Dann wird halt jetzt weniger gezockt!"

Denkbar ist es ferner, im alltäglichen Zusammenleben einen Mediennutzungsvertrag mit den Kindern zu unterzeichnen, welcher helfen soll, Kinder zu fordern und zu fördern. 

Einen ähnlichen Vertrag hat Martin Seidl mit den Fünftklässlern aus Ising geschlossen. 

Im Zuge eines Workshops überlegten sich die sichtbar aufgerüttelten Kinder, wo ihre Schwachstelle bei der Internetnutzung liegt. "Dann wird halt jetzt weniger gezockt!", meint da ein Unterstufler ganz zuversichtlich.

Pressemitteilung Gymnasium Ising

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