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Kämpfen, Kleiden, Körner mahlen wie Kelten und Römer

Isinger Sechstklässler besuchen das Keltengehöft Stöffling und das Römermuseum Seebruck

Josefin Hofstetter und Julia Anders (von links) haben sichtlich Freude beim Legionärspielen. Matthias Ziereis achtet auf die korrekte Handhabung von Marschgepäck und 7-Kilo-Schild.
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Josefin Hofstetter und Julia Anders (von links) haben sichtlich Freude beim Legionärspielen. Matthias Ziereis achtet auf die korrekte Handhabung von Marschgepäck und 7-Kilo-Schild.

Latein- und Geschichtsstunden der besonderen Art erlebten die drei sechsten Klassen des Gymnasiums Ising gleich zu Beginn des neuen Schuljahres bei Martina und Matthias Ziereis. Nur einen kurzen Fußmarsch von der Schule entfernt erwartete die Kinder in und um Seebruck eine eindrucksvolle Zeitreise zu den Kelten und Römern, deren Spuren man noch heute deutlich sehen kann.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Ising - Als römische Dame verkleidet ließ die Martina Ziereis, Museums- und Naturführerin der Gemeinde Seeon-Seebruck, die Kirche St. Thomas und St. Stephan durch ihre detaillierten Schilderungen wieder zu dem römischen Tempel werden, der einst dem Gott Bedaius geweiht war. Bei dem ausgegrabenen Römerhaus am Ortsausgang von Seebruck sahen die neugierigen Sechstklässler beim Blick hinunter von der Galerie, wie reiche Römer damals schon mit Fußbodenheizung und hauseigenem Brunnen einen gewissen Wohnluxus genossen.

Dass das Schöpfen von Grundwasser dem Wasserholen am nahen Chiemsee vorgezogen wurde, zeigte den Kindern die mangelhafte Qualität des damaligen Chiemseewassers. Danach wurden die Schüler beim Nachstellen einer römischen 'familia' selbst noch schauspielerisch aktiv. Am Keltengehöft Stöffling verlegte später der als römischer Legionär gewandete Matthias Ziereis das wegen Corona geschlossene Römermuseum Bedaium kurzerhand ins Freie. Die Schulkinder bestaunten eine ganze Palette an selbstgemachten Schreibwaren, Pflegeprodukten, Haushaltsutensilien und Spielen und durften – anders als in gewöhnlichen Museen üblich - alle Holz-, Leder- oder Steinwaren anfassen.

Beim Papierschneiden mit einer nachgebauten antiken Schere waren alle von der scharfen Schneide begeistert. Matthias Ziereis, Römerbeauftragter der Gemeinde Seeon-Seebruck, sagte selbst erstaunt: „Diese Schere hatten bestimmt schon 5000 Menschen in der Hand und sie schneidet immer noch – ohne dass sie je geschliffen wurde.“ Beim Anprobieren der Legionärshelme ächzten die Kinder über die schwere und unbequeme Last auf dem Kopf und merkten beim einseitigen Schultern des Marschgepäckes, wie praktisch unsere heutigen Rucksäcke sind. „Da tut einem ja gleich alles weh und man geht ganz schief.

Wie soll man das lange durchhalten?“, fragt sich auch die Sechstklässlerin Leni Anders. Bequemer hatte es da schon Lateinlehrerin Sophia Unterberger, der Matthias Ziereis eine einfache Tunika umlegte. Dieses Stoffviereck hält man an der Schulter nur mit einer metallen glänzenden Fibel, einer Art antiker Sicherheitsnadel, zusammen.

Pressemitteilung Julia Dorfner

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