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Isinger Schüler besuchen Gärtnerei und Bio-Bauernhof

Vom konventionellen Konsumenten zum professionellen „Prosumenten“

Die Schüler vom Gymnasium Ising freuen sich vor dem locker besetzten Schweinestall des demeterzertifizierten Kainzlbauernhof in Bad Endorf.
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Die Schüler vom Gymnasium Ising freuen sich vor dem locker besetzten Schweinestall des demeterzertifizierten Kainzlbauernhof in Bad Endorf.

Nachhaltigkeit, Regionalität und Klimaschutz sind nicht nur gymnasiale Lehrplaninhalte, sondern auch immer häufiger Anliegen vieler Kinder und Jugendlicher. Isinger Zehntklässler erlebten gemeinsam mit der Umwelt AG ihres Gymnasiums die Praxis hinter diesen theoretischen Schlagworten bei einer interaktiven Exkursion zur Gärtnerei Jolling sowie zum demeterzertifizierten Kainzlbauerhof in Bad Endorf.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Ising - Beim ersten Anblick der Gewächshäuser und der Ackerreihen in Jolling prüfen die Gymnasiasten, ob das gewählte Schuhwerk ackertauglich und die getragene Kleidung einigermaßen schmutzresistent ist. Denn Mareike Melain von der Jolling e.G., die die Schülergruppe den ganzen Vormittag über begleiten wird, kündigt mit der „200-Meter-Karotten-Challenge“ aktive Mitarbeit auf den gärtnereieigenen Feldern an.

Doch bevor angepackt wird, sollen die Kinder die Besonderheiten der Jolling e.G. kennenlernen. Die Gärtnerei Jolling gehört mit zwei weiteren landwirtschaftlichen Betrieben, dem Milchviehbetrieb Kainzlbauerhof sowie Fleischverarbeitung und Kartoffelanbau Hubert Mitterer, zur Erzeuger-Verbraucher-Genossenschaft Jolling e.G. Diese folgt den Prinzipien einer Solidarischen Landwirtschaft (Solawi), bei der nicht das einzelne Lebensmittel, sondern die Landwirtschaft an sich finanziert wird.

So werden zum Beispiel durch Hagel oder Dürre entstandene Ernteeinbußen mit kontinuierlichen Beiträgen zahlender Mitglieder ausgeglichen. Im Gegenzug zu diesem Vertrauensvorschuss bekommen die privaten Zahler immer freitags eine Gemüsekiste mit verschiedenen regionalen und saisonalen Produkten. Bereits 300 solcher zahlender Haushalte versorgt die Jolling e.G. wöchentlich mit zwölf verschiedenen Tomatensorten, Zucchini, Feldsalat oder Kohl.

Mareike Melain, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Jolling e.G., führt die Isinger Schülergruppe an Salatfeldern vorbei durch Auberginengewächshäuser hindurch zur Wasch- und Verpackstation. Dann dürfen die Isinger probieren. „Die Karotten schmecken viel intensiver und die Tomaten sind nicht so wässrig“, findet die Zehntklässlerin Julia Zagler. Kauend und genießend geht es auf zur Karotten-Challenge, bei der auf einer Länge von 200 Metern kleine Karottenpflänzchen vor wucherndem Unkraut gerettet werden müssen. Demeterbauer Andreas Mitterer macht vor, wie’s geht.

Und schon nach kurzer Zeit merken die Gymnasiasten auf ganz unterschiedliche Art und Weise, was körperliche Arbeit auf dem Feld bedeuten kann. Was auf die einen wie ein meditativer Ausgleich an der angenehm sommerlichen Luft wirkt, stellt für die anderen schweißtreibende und schmerzhafte körperliche Höchstleistung dar. Die Achtklässlerin Vroni Ziereis stellt fest: „Das hat echt Spaß gemacht, aber den ganzen Tag ist das schon heftig.“

Doch nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen. Landwirt Hubert Mitterer, der von seiner artgerechten Rinderhaltung berichtet, führt die Gruppe durch den offen gestalteten Kuhstall, wo die Kinder Kälber und Kühe füttern und streicheln können. Mit einem Abstecher zu den Schweinen, die unter anderem sogar mit Mitterers demeterzertifizierten Kartoffeln gefüttert werden, endet ein lehr- und aktionsreicher Ausflug, der authentisch gezeigt hat, wie einfach man durch Konsum regionaler und saisonaler Produkte zum vorbildlichen Prosumenten werden kann.

Pressemitteilung Gymnasium Ising/Julia Dorfner

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