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Biergartentour macht Halt in Chieming

La Brass Banda bringt Festival-Flair in den Biergarten des Chiemseer Wirtshauses

Die Band während des Konzerts im Biergarten des Chiemseer Wirtshauses in Chieming
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Die Band während des Konzerts im Biergarten des Chiemseer Wirtshauses in Chieming

Im Rahmen einer dreitägigen Biergartentour von La Brass Banda machte das Konzert im Chiemseer Wirtshaus am Freitagnachmittag als „After-Work-Schoppen“ den Auftakt.

Chieming - Die Biergarten-Rallye, die anschließend nach Aying, auf den Münchner Nockherberg und nach Kaltenberg weiter zog, galt als Neuauflage der Aktion „Rettet die Wirte und die Kultur“, die auch vom ADAC unterstützt wird, weil die Förderung des Tourismus in der Satzung des ADAC verankert ist. So ergab es sich, dass die siebenköpfige Bandtruppe in einem historischen Neoplan-Bus aus dem Jahr 1954 nach Chieming chauffiert wurde, der bereits als Mannschaftsbus der deutschen Fußballnationalmannschaft im Kultfilm „Das Wunder von Bern“ zum Einsatz kam. Der aus dem Oldtimer-Museum in Pilsting stammende Bus wurde begleitet von einem historischen ADAC-Straßenwachtkäfer sowie einem Motorrad der ADAC-Stauberater, um die Band entspannt zu ihren Einsatzorten zu bringen.

Die beiden Betreiber des Chiemseer Wirtshauses, Alexander Wolff und Helmut Würtz, freuten sich über 350 verkaufte Karten an Konzertgäste, die sie aufgrund Corona konform zugewiesener Sitzplätze bewirten durften. Und die Gäste machten schon nach dem Intro von La Brass Banda den Eindruck, dass sie Lust auf Feiern, Rhythmus und Bewegung hatten. Die Brass-Musik der sieben Vollblutmusiker Matthias Hoffmann (Tuba), Andreas Huber (Posaune), Stefan Dettl, Jörg Hartl, Korbinian Weber (alle Trompete), Manuel da Coll (Schlagzeug) und Fabian Jungreithmayer (Bass) traf die Sinne der Zuhörer. Die Musiker standen wie gewohnt barfuß auf der Bühne, doch diesmal mit Handtüchern unter den Füßen, weil in der konzertlosen Corona-Zeit die antrainierte Hornhaut zurückging, und erst neu aufgebaut werden muss, erklärte Frontmann Stefan Dettl.  Zu den aufgeführten Songs gehörten Ujemama, der rosarote Cadillac, Australien, Auerhahn, der Soultrain Gipshax, Inter Mailand, Alarm, und scheena Dog. 

Von links: Korbinian Weber, Andreas Huber, Matthias Hoffmann, Stefan Dettl und Fabian Jungreithmayer

Variantenreiche Klänge aus Volksmusik, Reggae, Techno, Brass, Alpen Jazz, Polka und boarischen Ska-Punk brachte die Zuhörer automatisch zum Takten, Wippen, Schwofen, Klatschen oder Mitsingen. Teilweise animierte Dettl die Besucher zu Tanzschritten oder „außerordentlichen Bewegungsabläufen“. So kam im Laufe des zweistündigen Konzerts eine ausgelassene Party-Stimmung in den Biergarten, die Dettl dazu veranlasste, Vergleiche mit dem Roskilde-Festival in Dänemark zu ziehen, wo seinerzeit aus hundert anwesenden Zuhörern schließlich 6000 wurden, weil sie sich von den Klängen der bayerischen Brass-Band ekstatisch angezogen fühlten. Ein Däne biss Stefan Dettl damals sogar in die Nase als nordisches Zeichen besonderer Zuneigung, doch so weit kam es diesmal nicht.

Mit dem Ringlbleame ging das Konzert zu Ende, anschließend nahmen sich die sieben Musiker noch Zeit, um mit ihren Fans und Freunden einen Schluck zu trinken, bevor sie sich mit dem Mannschaftsbus der WM-Helden von 1954 auf den Weg zum Abendkonzert im Ayinger Biergarten machten.

Arno Zandl

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