BRK-Schiffahrt auf dem Chiemsee

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Heidi Manghofer von der BRK-Bereitschaft Traunreut (links) und Jürgen Schäfer von der BRK-Bereitschaft Ruhpolding (rechts) gehören zu den treuesten Helfern der Rotkreuz-Chiemseeschifffahrt, zu der auch heuer an die 250 Senioren und Behinderte zu einem Ausflug auf dem Chiemsee eingeladen waren.

Chiemsee - Das BRK ist mit 250 Senioren und Behinderten an Bord in See gestochen. Auf dem Chiemsee haben sie einen wunderbaren Tag erlebt.

Eine dicke Nebelschwade lag über den Chiemseeinseln, als die „Edeltraud“ in See stach und damit die 42. Chiemsee-Schifffahrt des Roten Kreuzes startete. An Bord waren an die 250 Senioren und Behinderte zusammen mit über 70 Rotkreuz-Helfern. Flankiert von Booten verschiedener Wasserwachten glitt das Fessler-Schiff von Prien in Richtung Chieming. Traditionell hatte der Traunsteiner Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes, zusammen mit vier umliegenden Kreisverbänden, zu diesem Ausflug eingeladen.

Heidi Manghofer von der BRK-Bereitschaft Traunreut war an diesem Tag schon früh auf den Beinen. Sie betreut die Chiemsee-Schifffahrt seit fast 20 Jahren und wählt jedes Jahr zehn Senioren und Behinderte aus ihrem Umkreis zu diesem besonderen Ereignis ein. „Heuer durfte ich sogar 17 Plätze vergeben,“ lächelt sie. „Dabei bemühe ich mich, immer wieder neue Gäste zu finden, die noch nie dabei waren. Meist sind es Leute, die keine Möglichkeit haben, aus ihren vier Wänden raus zukommen, meist weil sie allein oder krank sind.“

Dazu zählt Gerlinde Schauberger aus Traunreut. Die 71-Jährige hat eine schwere Operation hinter sich, leidet ständig unter Schmerzen und ist gehbehindert. Die frühere Altenpflegerin war sich lange Zeit unsicher, ob sie den Ausflug auf das Schiff mit ihrem Rollator schafft. Aber jetzt, als sie am Fenster der „Edeltraud“ sitzt, strahlt sie übers ganze Gesicht. „Ich freu' mich auf den Chiemsee und auf die Stunden, die jetzt vor mir liegen.“

Auch Jürgen Schäfer von der BRK-Bereitschaft Ruhpolding ist ein „alter Hase“ unter den Rotkreuzhelfern für die Chiemsee-Schifffahrt – mittlerweile seit über zehn Jahren. Nachdem er mit seinen Kollegen allen Gästen geholfen hatte aufs Schiff zu kommen und den richtigen Platz zu finden, genoss auch er die Fahrt über den See. „Es klappt alles wie am Schnürchen“, meint er stolz, „das liegt auch an der tollen Kameradschaft unter den Rotkreuzlern.“

Als die „Edeltraud“ an den Chiemseeinseln vorbeifuhr und den Weg durch den Nebel gefunden hatte, strahlte die Sonne vom Himmel und das Schiff glitt durch das ruhige dunkle Wasser. An Bord unterhielten Musikgruppen und eine Sängerin die Gäste. Pünktlich um 12 Uhr legte der Dampfer in Chieming an. Hier luden Rotkreuz-Helfer der Traunsteiner BRK-Bereitschaft das Mittagessen an Bord. Nach dem Essen wendete die „Edeltraud“ und kehrte zurück nach Prien.

Rosel Neset, stellvertretende Kreisvorsitzende des Rotkreuz-Kreisverbandes Altötting, überreichte Juniorchef Michael Fessler eine geschnitzte Marienfigur und einen Blumenstrauß als Dank für die kostenlose Nutzung des Chiemseedampfers seit vielen Jahren. „Für unsere Familie ist es eine liebgewonnene Tradition, dem Roten Kreuz die „Edeltraud“ zur Verfügung zu stellen“, so Fessler, „ich freue mich jedes Jahr über die Anfrage, denn sie ermöglicht vielen Leuten diesen Ausflug, die sonst keine Möglichkeit haben, auf eines unserer Schiffe zu kommen.“

Pressemeldung Bayerisches Rotes Kreuz

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