6,8 Kilometer sind bereits gebaut

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Chiemsee - Die Verantwortlichen für die Bauarbeiten ziehen eine positive Zwischenbilanz zum Bau des Chiemsee-Rundweges. Besonders Radfahrer bekommen mehr Platz.

„Seit dem Spatenstich zur ersten Baumaßnahme für einen neuen Chiemsee-Rundweg im Jahr 2009, einem Projekt des Abwasser- und Umweltverbandes Chiemsee (AZV) im Auftrag von neun Chiemseegemeinden, hat sich viel getan: 18 der insgesamt 43 Einzelmaßnahmen sind bereits fertig gestellt. 6,8 Kilometer der geplanten 21,4 Kilometer langen Ausbaustrecke sind gebaut. Der Freistaat Bayern hat den Ausbau finanziell unterstützt. So hat das Bayerische Innenministerium die bisherigen Baumaßnahmen mit einem Kostenvolumen von ca. 2,13 Millionen Euro mit 660.000 Euro gefördert. Die Regierung von Oberbayern hat für das Projekt insgesamt FAG-Mittel in Höhe von 4,35 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Eine Förderung aus dem LEADER-Programm für die Beschilderung und begleitenden Infrastrukturmaßnahmen in Höhe von 250.000 Euro ist beantragt.

Wegen der überörtlichen Bedeutung für die Chiemseeregion habe ich bereits 2007 bei der Regierung von Oberbayern eine unterstützende Projektgruppe ins Leben gerufen, die mögliche Fördermaßnahmen koordiniert und neben den zuständigen Landratsämtern und Fachbehörden auch alle am Vorhaben Beteiligten fachlich berät und unterstützt. Ziel war und ist es, mit einem schlüssigen Gesamtkonzept das Wandern und Radfahren um das Bayerische Meer für Einheimische und Touristen wieder attraktiver zu machen. Die intensive interkommunale Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, insbesondere mit dem Abwasser- und Umweltverband Chiemsee hat sich gelohnt“, bilanziert Regierungspräsident Christoph Hillenbrand heute anlässlich der Fertigstellung der Greamandlbrücke in Rimsting auf Einladung des Abwasser- und Umweltverbandes Chiemsee die bisherige Arbeit für einen neuen Chiemseerundweg.

Hillenbrand dankte allen beteiligten Gemeinden, Behörden und Verbänden für ihren Einsatz insbesondere den Bürgermeistern der Ausbaugemeinden und appellierte an alle, die noch anstehenden 25 Ausbau- oder Begleitmaßnahmen des äußerst komplexen Projekts zielorientiert anzupacken und weiter Durchhaltevermögen zu beweisen. „Es ist mir bewusst, dass hinter Ihnen ein mitunter beschwerlicher Weg liegt und es ist zweifellos eine herausfordernde Aufgabe, bei der Umsetzung vor Ort alle Beteiligten einzubinden und die Interessen abzustimmen, wie etwa die der Grundeigentümer, Landwirte, Fußgänger, Radfahrer, Wassersportler und Naturschützer“, betonte Hillenbrand weiter und sagte weiterhin die volle Unterstützung seiner Projektgruppe bei der Regierung von Oberbayern zu.

Ein besonderes Anliegen ist Hillenbrand auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Tourismusverbandes München-Oberbayern, dass der Chiemsee-Rundweg als Premium-Radweg durch den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) zertifiziert wird. Die Zertifizierung ist ein Markenzeichen womit die Gemeinden gezielt werben können. Hier gilt es, sich gemeinsam anzustrengen und attraktive Aktionen anzubieten, damit die Radtouristen bei der Konkurrenz von mehr als 200 Radfernwegen in Deutschland sich gerne und möglichst oft für die Chiemsee-Region entscheiden. Zu den Prüfkriterien des ADFC gehört auch eine einheitliche Wegweisung, die nach dem Standard des Bayerischen Innenministeriums mit weiteren Extras wie etwa Fahrradständer und Ladestationen für E-Bikes vorgesehen ist.

Der seit Anfang der 90er Jahre bestehende, rund 65 Kilometer lange Chiemsee-Rundweg ist eine große Touristenattraktion im Chiemgau. Viele Spaziergänger und Radfahrer müssen den Weg derzeit aber gemeinsam nutzen. Wanderer ärgern sich dabei über „rasende Biker“, während Radler sich des öfteren von Fußgängern „ausgebremst“ fühlen. Diese Situation wollten die neun Chiemsee-Anrainergemeinden beheben und haben deshalb 2007 dem Abwasser- und Umweltzweckverband Chiemsee (AZV) den Projektauftrag für die Planung und Errichtung eines neuen Rundwegekonzeptes gegeben. Seit 2009 sind Breitbrunn und Gstadt – außer bei den Begleitmaßnahmen - nicht mehr dabei. Rad- und Fußwege werden dabei, so weit es möglich ist, getrennt. Alternative Panorama-Wegeführungen für Radfahrer sollen den bestehenden Weg an vielen Stellen entlasten. Wo die kombinierte Wegeführung erhalten bleibt, soll die Sicherheit der Fußgänger gestärkt werden; einzelne Abschnitte sollen als Fußgängerpromenaden erhalten bleiben.

Pressemitteilung Regierung von Oberbayern

Rubriklistenbild: © dpa

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