Wasserpolizei am Mittwochabend im Einsatz

„Erhebliche Explosionsgefahr“: Sprengzünder und Granate am Nordufer des Chiemsees gefunden

13 scharfe Sprengzünder und eine Granate lagen am Grund des Chiemsees.
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13 scharfe Sprengzünder und eine Granate lagen am Grund des Chiemsees.

Chiemsee/ Seebruck - Am Mittwochabend wurde die Polizei Prien informiert, dass am Nordufer des Chiemsees, im Bereich Seebruck, mehrere Granaten im flachen Wasser von Badegästen aufgefunden wurden. Mit einer Unterwasserkamera der Wasserschutzpolizei Prien konnten Aufnahmen der Kriegsrelikte gefertigt und an den Kampfmittelräumdienst übermittelt werden.

Die Meldung im Wortlaut:


Die Bewertung der Bilder durch die Munitionsexperten ergab, dass es sich um sprengfähige Zünder für Granaten, welche aus dem 2. Weltkrieg stammen, handelt. Da von den Munitionsteilen eine erhebliche Explosionsgefahr ausging, wurde entschieden, diese noch in der Nacht zu bergen.

In einer gemeinsamen Aktion der Wasserpolizei Prien mit den Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes konnten 13 scharfe Sprengzünder und eine Granate aus etwa eineinhalb Meter Wassertiefe geborgen werden.


Diese Sprengzünder konnten aus dem Chiemsee gefischt werden.

Die Wasserschutzpolizei weist in diesem Zusammenhang drauf hin, dass insbesondere bei niedrigen Wasserständen an den Gewässern immer wieder mit Munitionsfunden gerechnet werden muss. Beim Auffinden von verdächtigen Gegenständen dürfen diese auf keinen Fall berührt oder gar selbstständig geborgen werden, da von Blindgängern immer eine Explosionsgefahr ausgehen kann. Es ist stets die Polizei zu informieren.

Pressemeldung Polizeiinspektion Prien

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