Voraussetzungen noch nicht erfüllt

Kein BTI-Einsatz trotz Mückeninvasion am Chiemsee? 

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Chiemsee - Experten rechnen auch dieses Jahr wieder mit der "Mückeninvasion", unter anderem auch am Chiemsee. Die Vorraussetzungen für das Mückenbekämpfungsmittel BTI sind allerdings noch nicht gegeben. 

Experten rechnen unter anderem auch am Chiemsee wieder mit einer Invasion der Blutsauger. Gegenmaßnahmen sind noch nicht konkret geplant, so der Rimstinger Bürgermeister Josef Mayer. Er ist auch für den Abwasser- und Umweltverband Chiemsee zuständig und dort ist noch kein BTI-Einsatz (Mücken-Bekämpfungsmittel) am Bayrischen Meer geplant, wie der Sender Bayernwelle berichtet. 

Derzeit wird beobachtet, allerdings von einem Hubschraubereinsatz der das BTI gegen die Mücken verteilt, ist man noch weit entfernt. So muss der Pegel an der Alzmündung in Seebruck auf 1,16 Meter ansteigen. Sinnvoll für einen BTI-Einsatz sind 1,30 Meter. Sobald der Chiemsee über die Ufer tritt, ist das der ideale Nährboden für die Stechmückenlarven.

BTI ist ein für Menschen ungefährliches Bakterium, das die Larven der Mücken abtötet. Es wird in Eisgranulat verpackt und mit einem Spezialhubschrauber rund um den Chiemsee verteilt. Neben dem bereits angesprochenen Pegelstand muss in Schöpfproben eine bestimmte Anzahl von Larven gezählt werden.

Für den Einsatz gibt es außerdem ein genaues Zeitfenster. Sonst ist der Einsatz für die Katz. Immerhin kostet die Ausbringung etwa 160.000 Euro für die beteiligten Gemeinden am Chiemsee. Nur zweimal im Jahr darf das gemacht werden. Verboten ist die Ausbringung von BTI übrigens im Bereich des Naturschutzgebietes in dem die Tiroler Ache in den Chiemsee fließt.

Rubriklistenbild: © picture alliance / Patrick Pleul

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